Histopathologische Diagnostik und Differenzialdiagnostik serratierter Polypen im Kolorektum
Bis in die jüngste Zeit wurden 2 Hauptformen epithelialer Polypen im Kolorektum unterschieden: Adenome und hyperplastische Polypen. Während Adenome aufgrund ihrer zytologischen Dysplasie bzw. intraepithelialen Neoplasie (IEN) als Vorläuferläsionen invasiver Karzinome aufgefasst werden, wurden di...
Saved in:
| Main Authors: | , , , , , , , , , , , , |
|---|---|
| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German English |
| Published: |
2011
|
| In: |
Der Pathologe
Year: 2011, Volume: 32, Issue: 1, Pages: 76-82 |
| ISSN: | 1432-1963 |
| DOI: | 10.1007/s00292-010-1365-3 |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00292-010-1365-3 |
| Author Notes: | G.B. Baretton, F. Autschbach, S. Baldus, H. Bläker, G. Faller, H.K. Koch, C. Langner, J. Lüttges, M. Neid, P. Schirmacher, A. Tannapfel, M. Vieth, D.E. Aust |
| Summary: | Bis in die jüngste Zeit wurden 2 Hauptformen epithelialer Polypen im Kolorektum unterschieden: Adenome und hyperplastische Polypen. Während Adenome aufgrund ihrer zytologischen Dysplasie bzw. intraepithelialen Neoplasie (IEN) als Vorläuferläsionen invasiver Karzinome aufgefasst werden, wurden die hyperplastischen Polypen, bei denen solche zytologischen Atypien fehlen, als nichtneoplastische Veränderungen ohne Malignitätspotenzial angesehen. Mittlerweile ist klar, dass die ehemals als „hyperplastische Polypen“ klassifizierten Läsionen eine heterogene Gruppe darstellen, die z. T. ein signifikantes Risiko zur malignen Transformation aufweisen. Molekular zeigen diese Polypen charakteristische Genpromotormethylierungen (so genannte „CIMP-Pathways“), die bei konventionellen kolorektalen Adenomen nicht üblich sind, und entwickeln sich wahrscheinlich über den neuen serratierten Karzinogeneseweg zum kolorektalen Karzinom. Das Spektrum dieser serratierten Polypen umfasst dabei nicht nur die hyperplastischen Polypen, sondern auch das sessile serratierte Adenom (SSA) und das traditionelle serratierte Adenom (TSA) sowie Mischformen. Auf einer Konsensuskonferenz der AG „Gastroenterologische Pathologie der DGP“ wurde versucht, eine Standardisierung der Nomenklatur und der histologischen Diagnosekriterien zu erarbeiten sowie Empfehlungen für das klinische Management zu formulieren. |
|---|---|
| Item Description: | First published: 15. September 2010 Gesehen am 17.02.2022 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1432-1963 |
| DOI: | 10.1007/s00292-010-1365-3 |