Hantaviren in Deutschland: Gefahren für Zoo-, Heim-, Haus- und Nutztier?
Hantaviren werden aufgrund ihres neuen oder plötzlichen Erscheinens als „emerging“ und „re-emerging“ Viren bezeichnet. Beim Menschen können Hantaviren zwei unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen, das Hämorrhagische Fieber mit Renalem Syndrom und das Hantavirale Cardiopulmonale Syndrom. Die...
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
14.10.2013
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| In: |
Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift
Year: 2013, Volume: 126, Issue: 11/12, Pages: 514-526 |
| ISSN: | 1439-0299 |
| DOI: | 10.2376/0005-9366-126-514 |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.2376/0005-9366-126-514 Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.vetline.de/hantaviren-in-deutschland-gefahren-fuer-zoo-heim-haus-und-nutztier |
| Author Notes: | Rainer G. Ulrich, Christian Imholt, Detlev H. Krüger, Ellen Krautkrämer, Thomas Scheibe, Sandra S. Eßbauer , Martin Pfeffer |
| Summary: | Hantaviren werden aufgrund ihres neuen oder plötzlichen Erscheinens als „emerging“ und „re-emerging“ Viren bezeichnet. Beim Menschen können Hantaviren zwei unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen, das Hämorrhagische Fieber mit Renalem Syndrom und das Hantavirale Cardiopulmonale Syndrom. Die heute bekannten humanpathogenen Hantaviren werden von Nagetier- Reservoiren auf den Menschen übertragen. In Deutschland kommen drei Nagetier-assoziierte Hantaviren vor. Das Rötelmaus-assoziierte Puumalavirus (PUUV) verursacht die meisten humanen Hantavirus-Erkrankungen, die von einigen Autoren auch als Nephropathia epidemica bezeichnet werden. Das mit der Brandmaus assoziierte Dobrava-Belgrad-Virus (DOBV) verursacht humane Erkrankungen in Nord- und Nordostdeutschland. Die Humanpathogenität des Tulavirus (TULV) ist bisher wenig charakterisiert – das Virus wurde bisher vor allem in der Feldmaus, dem Reservoirwirt, gefunden, aber molekular auch in Erd- und Schermaus nachgewiesen. Neben diesen Hantaviren sind kürzlich in Deutschland auch zwei Spitzmaus-assoziierte Hantaviren gefunden worden, das Seewisvirus in der Waldspitzmaus und das Asikkalavirus in der Zwergspitzmaus. Zur Infektion gefährdung von Haus-, Heim-, Zoo- und Nutztieren gibt es bisher keine systematischen Studien. Der vorliegende Übersichtsartikel soll einerseits den gegenwärtigen Kenntnisstand dazu zusammenfassen und andererseits die Aufmerksamkeit der Tierärzte für möglicherweise bisher unbeachtete Erkrankungsbilder erhöhen. |
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| Item Description: | Gesehen am 17.02.2022 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-0299 |
| DOI: | 10.2376/0005-9366-126-514 |