Dualismus und Diversität im Johannesevangelium: die kontrastreichen Begegnungen Jesu mit Nikodemos und der Samaritanerin in Joh 3-4

Entgegen Bultmanns Entscheidungsdualismus versperrt die johanneische Narratio sich wiederholt einfacher Zweipoligkeit. Der Beitrag illustriert figurenanalytisch an Nikodemos und der Samaritanerin, die nicht in einen einfachen Entscheidungsdualismus von Annahme/Ablehnung integrierbar sind, die Divers...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Mader, Heidrun E. (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2022
In: Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft
Year: 2022, Jahrgang: 113, Heft: 1, Pages: 26-49
ISSN:1613-009X
DOI:10.1515/znw-2022-0002
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1515/znw-2022-0002
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/znw-2022-0002/html
Volltext
Verfasserangaben:Heidrun E. Mader
Beschreibung
Zusammenfassung:Entgegen Bultmanns Entscheidungsdualismus versperrt die johanneische Narratio sich wiederholt einfacher Zweipoligkeit. Der Beitrag illustriert figurenanalytisch an Nikodemos und der Samaritanerin, die nicht in einen einfachen Entscheidungsdualismus von Annahme/Ablehnung integrierbar sind, die Diversität christologischer Verstehensprozesse. Letztere erweisen sich als je abhängig von religiösem/sozialem Milieu. Die religiöse/soziale Diversität aufseiten des subordinierten, sarkischen Pols johanneischer Dualismen wird herausgearbeitet. Auch Jesus ordnet sich in seiner Sarx-Werdung in das vielfältige soziale Spektrum der sarkischen Welt ein. Durch die Logos-Inkarnation, die zwei ontologisch getrennte Bereiche zusammenführt und so die Geburt der Sarx aus dem Pneuma ermöglicht, wird das dualistische System zum dialektischen, das die Polarität überwindet. Textpragmatisch bieten die Pole dualistischer Diktion Orientierungsleitplanken (Orientierungsdualismus). Sie erlauben es, die zu Selbstreflexion anregenden Ambivalenzen der Erzählfiguren stehenzulassen und nicht im Sinne dualistischer Polarität zu entscheiden.
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1613-009X
DOI:10.1515/znw-2022-0002