Zirkadiane Rhythmen und klinische Pharmakologie

Fast alle physiologischen Funktionen der Lebewesen, einschließlich des Menschen, weisen signifikante tagesrhythmische Schwankungen auf. Die Existenz „innerer Uhren“, die zirkadiane Rhythmen steuern, ist heute bis auf die molekularbiologische Ebene gut belegt. Beim Menschen treten auch pathophysiolog...

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Main Author: Lemmer, Björn (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 28. Juli 2004
In: Der Internist
Year: 2004, Volume: 45, Issue: 9, Pages: 1006-1020
ISSN:1432-1289
DOI:10.1007/s00108-004-1250-3
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00108-004-1250-3
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Author Notes:Björn Lemmer
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Summary:Fast alle physiologischen Funktionen der Lebewesen, einschließlich des Menschen, weisen signifikante tagesrhythmische Schwankungen auf. Die Existenz „innerer Uhren“, die zirkadiane Rhythmen steuern, ist heute bis auf die molekularbiologische Ebene gut belegt. Beim Menschen treten auch pathophysiologische Ereignisse, wie Herzinfarkt, Angina pectoris, Asthmaanfälle, und Magen-Darm-Ulzera nicht gleichmäßig häufig über 24 h auf, sondern haben ein ausgeprägt tagesrhythmisches Muster. Es überrascht daher nicht, dass sowohl die erwünschten und unerwünschten Wirkungen von Pharmaka als auch ihre Pharmakokinetik signifikante tageszeitabhängige Variationen aufweisen können, wie in klinischen Studien für über 60 Arzneimittel gezeigt werden konnte. Der Faktor „Tageszeit“ ist daher in die Beurteilung der Wirksamkeit und der therapeutischen Breite eines Arzneimittels mit einzubeziehen.
Item Description:Gesehen am 17.03.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1432-1289
DOI:10.1007/s00108-004-1250-3