Therapieoptionen der chronischen Obstipation

Die chronische Obstipation ist eine Volkskrankheit: bis zu 25% der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen geben an, unter einer Obstipation zu leiden. Die Beschwerden können zu einer erheblichen Belastung mit Einschränkung der Lebensqualität führen, weswegen die Obstipation nicht als B...

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Main Authors: Krammer, H. (Author) , Schlieger, Franka (Author) , Singer, Manfred V. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 10. November 2005
In: Der Internist
Year: 2005, Volume: 46, Issue: 12, Pages: 1331-1338
ISSN:1432-1289
DOI:10.1007/s00108-005-1509-3
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00108-005-1509-3
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Author Notes:H. Krammer, F. Schlieger, M.V. Singer
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Summary:Die chronische Obstipation ist eine Volkskrankheit: bis zu 25% der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen geben an, unter einer Obstipation zu leiden. Die Beschwerden können zu einer erheblichen Belastung mit Einschränkung der Lebensqualität führen, weswegen die Obstipation nicht als Befindlichkeitsstörung abgetan werden darf. Die Therapie der chronischen Obstipation richtet sich nach Art und Schweregrad der Obstipation. Patienten mit Normal-Transit-Obstipation können von therapeutischen Allgemeinmaßnahmen und diätetischen Maßnahmen profitieren. Der Grad der Evidenz ist jedoch bei diesen Empfehlungen spärlich. Gelbildner und einige Probiotika haben hier eine zufriedenstellende Evidenz (Grad B). Mitunter ist der Einsatz von osmotischen Laxanzien, wie Polyethylenglykol (Evidenzgrad A) erforderlich. Tegaserod, ein Serotonin- (5-HT4-) Rezeptoragonist besitzt einen Evidenzgrad A in der Therapie der chronischen Obstipation. Patienten mit Slow-Transit-Obstipation (Kolontransitzeit >72 h) sind auf eine medikamentöse Dauertherapie mit osmotischen Laxanzien (Polyethylenglycol; Evidenzgrad A) und stimulierenden Laxanzien (Bisacodyl; Evidenzgrad C) angewiesen. Liegt eine Entleerungsstörung (Outlet-Obstipation) vor, kommen Gelbildner (Evidenzgrad B) und lokale rektale Entleerungshilfen (z. B. CO2-bildende Suppositorien) zum Einsatz.
Item Description:Gesehen am 24.03.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1432-1289
DOI:10.1007/s00108-005-1509-3