Vorhofflimmern und Thromboembolieprophylaxe bei älteren Patienten = Atrial fibrillation and thromboprophylaxis in elderly patients

Chronisches, nicht-rheumatisches Vorhofflimmern ist eine mit zunehmendem Alter an Häufigkeit auftretende Herzrhythmusstörung verbunden mit einem steigenden Risiko eines ischämischen Schlaganfalls. Alle Konsensus (Bundesverband niedergelassener Kardiologen, European Stroke Initiative, European Soc...

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Main Authors: Jörg, Ingrid (Author) , Harenberg, Job (Author) , Fenyvesi, Tivadar (Author) , Gladisch, Rainer (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2005
In: Zeitschrift für Kardiologie
Year: 2005, Volume: 94, Issue: 2, Pages: 87-94
ISSN:1435-1285
DOI:10.1007/s00392-005-0172-y
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00392-005-0172-y
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Author Notes:I. Jörg, J. Harenberg, T. Fenyvesi, R. Gladisch
Description
Summary:Chronisches, nicht-rheumatisches Vorhofflimmern ist eine mit zunehmendem Alter an Häufigkeit auftretende Herzrhythmusstörung verbunden mit einem steigenden Risiko eines ischämischen Schlaganfalls. Alle Konsensus (Bundesverband niedergelassener Kardiologen, European Stroke Initiative, European Society of Cardiology und andere) empfehlen eine orale Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten bei Patienten über 65 Jahre ohne und unter 65 Jahren mit Risikofaktoren für kardiale Erkrankungen. Wegen des mit dem Alter gleichzeitig zunehmenden Risikos an Blutungskomplikationen durch eine orale Antikoagulation erhalten diese Therapie jedoch nur ein Teil der Patienten. Das Sturzrisiko älterer Patienten nimmt bei der Therapieentscheidung an Bedeutung zu. Alternativ zur Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten werden orale direkte Thrombininhibitoren, wie Ximelagatran, zur Auswahl stehen. Ischämische Schlaganfälle und systemische Embolien traten unter Therapie mit 2×36 mg Ximelagatran über 18 Monate (91/3664 Patienten: 1,6%/Jahr in der Sportif III und Sportif V Studie) ähnlich häufig wie unter Warfarin auf (93/3665 Patienten: 1,6%/ Jahr). Blutungskomplikationen insgesamt ereigneten sich unter Ximelagatran seltener. Dies könnte insbesondere Patienten im Alter mit Risikofaktoren für Blutungen und Sturzgefährdung zugute kommen.
Item Description:Gesehen am 20.04.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1435-1285
DOI:10.1007/s00392-005-0172-y