Alkohol und Ösophagus

Alkohol und alkoholische Getränke beeinflussen auf vielfältige Weise die Funktion des Ösophagus beim gesunden und chronisch alkoholkranken Menschen. Viele dieser Wirkungen sind reversibel, wie z. B. die alkoholassoziierten Motilitätsstörungen und die Refluxkrankheit. Folgende Pathomechanismen d...

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Main Authors: Teyssen, Stephan (Author) , Singer, Manfred V. (Author)
Format: Chapter/Article
Language:German
Published: 1999
In: Alkohol und Alkoholfolgekrankheiten
Year: 1999, Pages: 158-167
DOI:10.1007/978-3-662-05657-8_14
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/978-3-662-05657-8_14
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Author Notes:Stephan Teyssen und Manfred V. Singer
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Summary:Alkohol und alkoholische Getränke beeinflussen auf vielfältige Weise die Funktion des Ösophagus beim gesunden und chronisch alkoholkranken Menschen. Viele dieser Wirkungen sind reversibel, wie z. B. die alkoholassoziierten Motilitätsstörungen und die Refluxkrankheit. Folgende Pathomechanismen der Mukosaschädigung sind nachgewiesen: Zerstörung der Mukosabarriere, Freisetzung von Entzündungsmediatoren sowie die Aktivierung von neutrophilen Granulozyten. Chronischer Alkoholmißbrauch führt zum Teil zu bleibenden Organschäden wie dem Osophaguskarzinom. Pathophysiologisch bewirkt das Prokarzinogen Ethanol, daß die vulnerable Ösophagusschleimhaut länger mit einer erhöhten Konzentration lokal wirkender Karzinogene ausgesetzt wird. Der Stellenwert des Alkoholkonsums hinsichtlich der Inzidenz der Refluxösophagitis, des Barrett-Syndroms, des Mallory-Weiss-Syndroms, des Boerhave-Syndroms und des Ösophaguskarzinoms wird diskutiert.
Item Description:Gesehen am 11.05.2022
Physical Description:Online Resource
ISBN:9783662056578
DOI:10.1007/978-3-662-05657-8_14