Pathophysiologie, Ätiologie und Diagnostik des Hirninfarktes
Gefäßkrankheiten im Allgemeinen und Hirnschlag im Besonderen werden mit zunehmendem Lebensalter häufiger und sind ein Spiegel der Lebens-, Genuss- und Essgewohnheiten einer Gesellschaft. Pro 100'000 Einwohner erleiden jährlich etwa 150 Personen einen Hirnschlag bzw. Schlaganfall. Ein halbes...
Gespeichert in:
| Hauptverfasser: | , , |
|---|---|
| Dokumenttyp: | Article (Journal) |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
March 14, 2013
|
| In: |
Therapeutische Umschau
Year: 2003, Jahrgang: 60, Heft: 9, Pages: 499-507 |
| ISSN: | 1664-2864 |
| DOI: | 10.1024/0040-5930.60.9.499 |
| Online-Zugang: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1024/0040-5930.60.9.499 Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1024/0040-5930.60.9.499 |
| Verfasserangaben: | H.P. Mattle, M. Hennerici, R. Sztajzel |
| Zusammenfassung: | Gefäßkrankheiten im Allgemeinen und Hirnschlag im Besonderen werden mit zunehmendem Lebensalter häufiger und sind ein Spiegel der Lebens-, Genuss- und Essgewohnheiten einer Gesellschaft. Pro 100'000 Einwohner erleiden jährlich etwa 150 Personen einen Hirnschlag bzw. Schlaganfall. Ein halbes Jahr nach dem Hirnschlag sind zwei Drittel der Betroffenen verstorben oder auf Hilfe angewiesen, und alle Überlebenden - auch das Drittel ohne relevante Residuen - sind gefährdet, ein weiteres Gefäßereignis zu erleiden. Der Infarkt ist Folge einer fokalen Ischämie. In der Randzone genügt die Blutzufuhr über Kollateralen oft, um den Strukturstoffwechsel aufrechtzuerhalten. In der Kernzone wird die erforderliche Perfusion jedoch rasch und anhaltend unterschritten. Dieser Bereich zwischen Struktur- und Infarzierungsschwelle heißt Penumbra. Bei raschem Erkennen der Situation und Rekanalisation des Gefäßverschlusses, falls es nicht spontan zu einer Rekanalisation kommt, kann einigen Betroffenen mit einer Thrombolyse das Schicksal verbessert werden. Dazu sind eine klinisch-neurologische Beurteilung und eine gezielte Diagnostik mittels CT oder MRI erforderlich. Mit einer geeigneten Sekundärprophylaxe kann das Risiko weiterer Hirnschläge relevant gesenkt werden. Als Basis einer gezielten Sekundärprophylaxe dienen eine weitere Ursachenklärung mit neurovaskulärem und kardialem Ultraschall, kardialer Rhythmusabklärung, Blutuntersuchungen sowie die Erkennung der individuellen vaskulären Risikofaktoren. |
|---|---|
| Beschreibung: | Gesehen am 24.05.2022 |
| Beschreibung: | Online Resource |
| ISSN: | 1664-2864 |
| DOI: | 10.1024/0040-5930.60.9.499 |