Strahlentherapie des Prostatakarzinoms
Die Entwicklung der intensitätsmodulierten Radiotherapie (IMRT) ermöglichte in den letzten Jahren eine Dosiseskalation bei der primären Radiotherapie des Prostatakarzinoms und damit eine Verbesserung des biochemischen rezidivfreien Überlebens („biochemical recurrence-free survival“, BFS). Zum Be...
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| Main Authors: | , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
12 October 2011
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| In: |
Der Radiologe
Year: 2011, Volume: 51, Issue: 11, Pages: 955-961 |
| ISSN: | 1432-2102 |
| DOI: | 10.1007/s00117-011-2182-2 |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00117-011-2182-2 |
| Author Notes: | S. Krause, K. Herfarth |
| Summary: | Die Entwicklung der intensitätsmodulierten Radiotherapie (IMRT) ermöglichte in den letzten Jahren eine Dosiseskalation bei der primären Radiotherapie des Prostatakarzinoms und damit eine Verbesserung des biochemischen rezidivfreien Überlebens („biochemical recurrence-free survival“, BFS). Zum Beispiel konnte im Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (MSKCC) ein 5-Jahres-BFS von bis zu 98% erreicht werden. Eine weitere Steigerung von Effektivität und Sicherheit wird von der Hypofraktionierung erwartet, wie Daten von Kupelian et al. nahelegen, die nach 5 Jahren bei nur 4,5% der Patienten Nebenwirkungen des Rektums ≥2. Grades beobachteten. Die Ergebnisse randomisierter Studien stehen jedoch noch aus. Patienten mit intermediärem oder hohem Risiko sollten zusätzlich eine neoadjuvante (NHT) und adjuvante Androgendeprivation (AHT) erhalten. So konnten Bolla et al. mit einer AHT das 5-Jahres-Gesamtüberleben von 62 auf 78% steigern. Der Einsatz der Beckenbestrahlung („whole pelvic radiotherapy“, WPRT) ist weiterhin strittig. In der RTOG-94-13-Studie konnte nach 60 Monaten ein signifikanter Vorteil der WPRT für das krankheitsfreie Überleben gezeigt werden, nicht jedoch in der Langzeitbeobachtung. |
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| Item Description: | Gesehen am 08.07.2022 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1432-2102 |
| DOI: | 10.1007/s00117-011-2182-2 |