Motorische Ersatzplastiken zur Therapie der Peroneusparese: funktionelle Ergebnisse = Tendon transfers for peroneal palsy : functional outcome

Einleitung: Patienten mit einer persistierenden Peroneuslähmung sind häufig schwer beeinträchtigt und benötigen orthopädische Hilfsmittel. Mit dem Tibilalis posterior-Transfer kann die Fußhebung wiederhergestellt werden, um das Gangbild der Patienten zu verbessern. Patienten/Methoden: Retrospe...

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Main Authors: Kremer, Thomas (Author) , Riedel, Katrin (Author) , Germann, Günter (Author) , Heitmann, Christoph (Author) , Sauerbier, Michael (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 20. April 2011
In: Handchirurgie, Mikrochirurgie, plastische Chirurgie
Year: 2011, Volume: 43, Issue: 02, Pages: 95-101
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/s-0030-1269930
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0030-1269930
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0030-1269930
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Author Notes:T. Kremer, K. Riedel, G. Germann, C. Heitmann, M. Sauerbier
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Summary:Einleitung: Patienten mit einer persistierenden Peroneuslähmung sind häufig schwer beeinträchtigt und benötigen orthopädische Hilfsmittel. Mit dem Tibilalis posterior-Transfer kann die Fußhebung wiederhergestellt werden, um das Gangbild der Patienten zu verbessern. Patienten/Methoden: Retrospektive Analyse (mittl. Nachuntersuchungszeitraum 40,8 Monate) von 13 Pat. (7♀, 6♂; 1998–2005) nach einer Peroneusersatzplastik (Transfer des M. tibialis. posterior. durch die Membrana interossea auf die Tibialis anterior.- und Peroneus longus-Sehnen). Evaluiert wurden Liegedauer, perioperative Morbidität, funktionelle Parameter (Beweglichkeit, Kraft, Schmerz, Gangbild), Arbeitsfähigkeit und die Selbsteinschätzung im Funktionsfragebogen Hannover (FFbH). Ergebnisse: 7 iatrogene, 5 posttraumatische und eine frühkindliche Peroneusläsion wurden behandelt. Die Patienten stellten sich nach durchschnittlich 8,3 Monaten vor (Hospitalisierung 11d). Die perioperative Morbidität betrug 38,4% (15,4% Reoperationen). Die mittlere aktive Sprunggelenks-Beweglichkeit betrug 3°/0°/56°, der Kraftgrad 3 (MRC) und der Schmerz unter Belastung 4/10 (VAS). 12 Patienten zeigten ein normales oder verbessertes Gangbild ohne Peroneusschiene. Der FFbH-Wert betrug im Mittel 70,9%. Schlussfolgerung: Therapierefraktäre Peroneusparesen können durch eine Peroneusersatzplastik suffizient therapiert werden, wobei eine nennenswerte perioperative Morbidität antizipiert werden muss. Eine frühzeitige Vorstellung entsprechender Patienten ist wünschenswert.
Item Description:Gesehen am 08.07.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/s-0030-1269930