Psychagogische Schockrhetorik für Zermürbte: Bedrohungskommunikation im Hebräerbrief

Zusammenfassung: Der Aufsatz widmet sich am Paradebeispiel der deliberativen Rhetorik des Hebräerbriefes der Frage, wie und zu welchem Zweck in neutestamentlichen Texten Bedrohungen sprachlich konstruiert und kommuniziert werden. Im modifizierenden Anschluss an theoretische Konzepte der Sozial- und...

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Main Author: Becker, Matthias (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 14. Juli 2022
In: Berliner theologische Zeitschrift
Year: 2022, Volume: 39, Issue: 1, Pages: 247-273
ISSN:2699-3414
DOI:10.1515/bthz-2022-0014
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1515/bthz-2022-0014
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/bthz-2022-0014/html
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Author Notes:Matthias Becker
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Summary:Zusammenfassung: Der Aufsatz widmet sich am Paradebeispiel der deliberativen Rhetorik des Hebräerbriefes der Frage, wie und zu welchem Zweck in neutestamentlichen Texten Bedrohungen sprachlich konstruiert und kommuniziert werden. Im modifizierenden Anschluss an theoretische Konzepte der Sozial- und Geisteswissenschaften werden sechs Sinndimensionen von Bedrohungskommunikation untersucht: die sachliche, soziale, zeitliche, emotionale, religiöse und die paränetische Sinndimension. Im Ergebnis zeigt sich, dass der als autoritätsbewusster Redner auftretende Verfasser mit seinen rhetorischen Drohgebärden die psychagogische Intention verfolgt, durch das mehrdimensionale Szenario eines drohenden Heilsverlusts den Glaubensabfall der Adressaten zu verhindern. Bedrohungskommunikation erscheint in diesem Licht folglich auch als eine Form sprachlicher Machtausübung.
Item Description:Gesehen am 14.07.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:2699-3414
DOI:10.1515/bthz-2022-0014