Zur Erklärungskraft der „Regulatory Focus” Theorie im Sport

Zusammenfassung. Die „Regulatory Focus” Theorie (RFT) von Higgins (1997,2000) unterscheidet zwei Arten der Selbstregulation beim Anstreben eines erwünschten Endzustands, den Promotion-Fokus (z. B. liegt der Fokus auf Erfüllung und Hoffnung) und den Prevention-Fokus (z. B. liegt der Fokus auf Siche...

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Main Authors: Memmert, Daniel (Author) , Plessner, Henning (Author) , Maaßmann, Jürgen (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: Juli 2009
In: Zeitschrift für Sportpsychologie
Year: 2009, Volume: 16, Issue: 3, Pages: 80-90
ISSN:2190-6300
DOI:10.1026/1612-5010.16.3.80
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1026/1612-5010.16.3.80
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://econtent.hogrefe.com/doi/full/10.1026/1612-5010.16.3.80
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Author Notes:Daniel Memmert, Henning Plessner und Jürgen Maaßmann
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Summary:Zusammenfassung. Die „Regulatory Focus” Theorie (RFT) von Higgins (1997,2000) unterscheidet zwei Arten der Selbstregulation beim Anstreben eines erwünschten Endzustands, den Promotion-Fokus (z. B. liegt der Fokus auf Erfüllung und Hoffnung) und den Prevention-Fokus (z. B. liegt der Fokus auf Sicherheit und Verantwortung). Des Weiteren postuliert sie einen Leistungsvorteil, wenn eine Person in eine Situation kommt, die ihrem chronisch bevorzugten Fokus entspricht („Regulatory Fit”). Entsprechend konnten Plessner, et al. (2009) in einer Studie zum Elfmeterschießen im Fußball - einer vermeintlichen Prevention-Aufgabe - zeigen, dass Spieler von einem „Regulatory Fit” profitieren. In der vorliegenden Arbeit wurde die Gültigkeit dieses Effekts für weitere Anforderungen im Sport untersucht. In Studie 1 konnte gezeigt werden, dass sich Aufgaben im Sport tatsächlich per se danach unterscheiden lassen, ob sie eher einen Prevention-Fokus (z. B. Elfmeter im Fußball) oder einen Promotion-Fokus (z. B. 3-Punkte-Wurf im Basketball) anfordern. In Studie 2 wurde der „Regulatory Fit” Effekt in einer Promotion-Aufgabe (3-Punkte-Wurf) mit Basketballspielern der 1./2. Bundesliga (n = 17) und der Bezirksliga (n = 23) untersucht. Zwar konnte der „Regulatory Fit” Effekt für die Spieler der unteren Leistungsklasse repliziert werden, nicht aber für die Spitzenspieler. Auf dieser Grundlage wird die RFT hinsichtlich ihrer Gültigkeit für den Bereich sportlicher Leistungen kritisch diskutiert.
Item Description:Online veröffentlicht: March 02, 2015
Gesehen am 22.07.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:2190-6300
DOI:10.1026/1612-5010.16.3.80