Das Werden eines Mythos: Dmitrij Šostakovičs 7. Symphonie, „Die Leningrader“

Dmitrij Šostakovič hat seine 7. Symphonie der eingeschlossenen Stadt Leningrad gewidmet. Die historischen Umstände machten aus dem Werk ein Politikum, dessen propagandistischer Wert als klingendes Manifest gegen Hitler-Deutschland in der sowjetischen wie der internationalen Tagespresse verhandelt...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Redepenning, Dorothea (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: August/September 2011
In: Osteuropa
Year: 2011, Jahrgang: 61, Heft: 8/9, Pages: 168-193
ISSN:2509-3444
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.jstor.org/stable/44936441
Volltext
Verfasserangaben:Dorothea Redepenning
Beschreibung
Zusammenfassung:Dmitrij Šostakovič hat seine 7. Symphonie der eingeschlossenen Stadt Leningrad gewidmet. Die historischen Umstände machten aus dem Werk ein Politikum, dessen propagandistischer Wert als klingendes Manifest gegen Hitler-Deutschland in der sowjetischen wie der internationalen Tagespresse verhandelt wurde. Die sowjetischen sowie die amerikanischen Medien und ebenso Šostakovič spannen ein Deutungsgeflecht um die Symphonie und machten aus dem Werk einen Mythos, der sich mit sowjetischer wie mit amerikanischer Ausprägung im Kampf der Ideologien einsetzen ließ. Dmitrii Shostakovich dedicated his 7th Symphony to the surrounded city of Leningrad. The historical setting made this work less an aesthetic entity than a political issue, whose propaganda value as a clarion call against Hitler's Germany was addressed in the daily press - both within the Soviet Union and abroad. The Soviet and American media, as well as Shostakovich, spun an interpretive gauze around the symphony and created a myth that allowed itself to be deployed with Soviet and American characteristics amid the ideological struggle.
Beschreibung:Gesehen am 14.09.2022
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2509-3444