Somatoforme Syndrome in der Hausarztpraxis: Manual zur interdisziplinären Gruppentherapie = Somatoform syndromes in primary care : Manual for interdisciplinary group therapy
Patienten mit somatoformen Syndromen sind für Psychotherapie schwer erreichbar. Die spezifische allgemeinmedizinisch-psychosomatische Kurzgruppenintervention (speziALL) ist die erste Gruppenbehandlung somatoformer Syndrome in der Hausarztpraxis und wird gemeinsam durch Hausarzt und Psychosomatiker...
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
01 July 2011
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| In: |
Psychotherapeut
Year: 2011, Volume: 56, Issue: 4, Pages: 315-324 |
| ISSN: | 1432-2080 |
| DOI: | 10.1007/s00278-011-0839-y |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00278-011-0839-y |
| Author Notes: | Rainer Schaefert, Claudia Kaufmann, Regine Bölter, Rainer Faber, Beate Wild, Joachim Szecsenyi, Nina Sauer, Wolfgang Herzog |
| Summary: | Patienten mit somatoformen Syndromen sind für Psychotherapie schwer erreichbar. Die spezifische allgemeinmedizinisch-psychosomatische Kurzgruppenintervention (speziALL) ist die erste Gruppenbehandlung somatoformer Syndrome in der Hausarztpraxis und wird gemeinsam durch Hausarzt und Psychosomatiker geleitet. Zehn wöchentliche Sitzungen und 2 Nachtreffen gliedern sich nach definierten Therapiephasen. Die Behandlungsrationale betont psychodynamisch-interpersonelle, v. a. strukturbezogene Aspekte und verbindet diese störungsorientiert mit kognitiv-behavioralen Elementen, Ressourcenaktivierung und Entspannungstraining (progressive Muskelrelaxation, PMR). Interaktive statt frontaler Psychoedukation ist ein leitendes Prinzip. Zentral ist der interaktive Gruppenprozess, in dem die relevanten Einflussfaktoren entlang eines Beschwerdetagebuchs fokussiert und gemeinsam exploriert werden. Sie werden in ein leibnah erfahrbares Modell biopsychosozialer Wechselwirkungen zusammengeführt. Als neurobiologisches Korrelat werden sie in ein Modell der gestörten zentralnervösen Prozessierung körperbezogener Reize integriert. Das vertiefte Symptomverständnis verbessert Symptomkontrolle, Selbstregulation und Selbstwirksamkeit. |
|---|---|
| Item Description: | Gesehen am 07.10.2022 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1432-2080 |
| DOI: | 10.1007/s00278-011-0839-y |