Symptomatik und Kognition bei Schizophrenie im Alter = Symptoms and cognition in geriatric schizophrenia

Schon bei der Erstmanifestation ist das klinische Bild schizophrener Psychosen durch eine Vielzahl psychopathologischer Symptome und kognitiver Beeinträchtigungen gekennzeichnet, die durch Lebensalter und Altersprozesse beeinflusst werden. Deshalb differenzieren Forschungsarbeiten häufig zwischen...

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Schmid, Lena A. (VerfasserIn) , Lässer, Marc (VerfasserIn) , Schröder, Johannes (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 03. Mai 2011
In: Fortschritte der Neurologie, Psychiatrie
Year: 2011, Jahrgang: 79, Heft: 05, Pages: 267-276
ISSN:1439-3522
DOI:10.1055/s-0029-1246058
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0029-1246058
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0029-1246058
Volltext
Verfasserangaben:L.A. Schmid, M.M. Lässer, J. Schröder
Beschreibung
Zusammenfassung:Schon bei der Erstmanifestation ist das klinische Bild schizophrener Psychosen durch eine Vielzahl psychopathologischer Symptome und kognitiver Beeinträchtigungen gekennzeichnet, die durch Lebensalter und Altersprozesse beeinflusst werden. Deshalb differenzieren Forschungsarbeiten häufig zwischen Spätschizophrenien mit einem Erkrankungsbeginn jenseits des 40. Lebensjahres und chronifizierten Verläufen, die sich durch eine frühere Krankheitsmanifestation auszeichnen. Klinische Studien berichten über ein prononciertes Auftreten von Positivsymptomen bei Spätschizophrenien. Negativsymptome treten bei Spätschizophrenien seltener auf, werden jedoch bei älteren Patienten mit chronischen Verläufen z. T. in Abhängigkeit von der Erkrankungsdauer regelmäßig beobachtet. Hinsichtlich der kognitiven Leistung fanden neuropsychologische Studien zumindest bei einer dauerhaft hospitalisierten Subgruppe der Patienten mit chronischen Verläufen eine Verschlechterung mit dem Lebensalter bzw. der Erkrankungsdauer. Bei vergleichenden Studien Früh- und Späterkrankter wurden größtenteils keine abweichenden Profile hinsichtlich der kognitiven Leistung festgestellt. Von einigen Autoren wurde vermutet, dass die Spätschizophrenie lediglich ein Prodromalsymptom für eine Demenz sein könnte. Nach der aktuellen Studienlage sind die Spätschizophrenien jedoch mit früh beginnenden Schizophrenien vergleichbar. Die Manifestation in der Jugend und dem frühen Erwachsenenalter wird möglicherweise durch spezifische protektive Faktoren hinausgezögert, während später auftretende altersbedingte Faktoren zum Erkrankungsbeginn führen.
Beschreibung:Gesehen am 12.10.2022
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1439-3522
DOI:10.1055/s-0029-1246058