Die Prävalenz der radiologischen Gonarthrose in Bezug zu Lebensalter, Geschlecht, Jahrgangskohorte und ethnischer Zugehörigkeit: eine Metaanalyse

Zielstellung: Metaanalyse zur Prävalenzbestimmung der radiologischen Arthrose des Kniegelenks (kneeROA) in der Gesamtbevölkerung. Material und Methode: Zum Stichtag 31.12.2009 wurden die Datenbanken Medline, EMBASE, Cochrane systematisch nach den Stichworten „Osteoarthritis and Knee and Prevalence...

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Main Authors: Spahn, Gunter (Author) , Schiele, R. (Author) , Hofmann, G. O. (Author) , Schiltenwolf, Marcus (Author) , Grifka, J. (Author) , Vaitl, T. (Author) , Schneider, Sven (Author) , Liebers, F. (Author) , Klinger, H. M. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 17. Januar 2011
In: Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie
Year: 2011, Volume: 149, Issue: 2, Pages: 145-152
ISSN:1864-6743
DOI:10.1055/s-0030-1250531
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0030-1250531
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0030-1250531
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Author Notes:G. Spahn, R. Schiele, G.O. Hofmann, M. Schiltenwolf, J. Grifka, T. Vaitl, S. Schneider, F. Liebers, H.M. Klinger
Description
Summary:Zielstellung: Metaanalyse zur Prävalenzbestimmung der radiologischen Arthrose des Kniegelenks (kneeROA) in der Gesamtbevölkerung. Material und Methode: Zum Stichtag 31.12.2009 wurden die Datenbanken Medline, EMBASE, Cochrane systematisch nach den Stichworten „Osteoarthritis and Knee and Prevalence“ von 2 unabhängigen Untersuchern (Erst- und Seniorautor) durchsucht. In einem verblindeten Verfahren wurden folgende Einschlusskriterien angewandt: Artikel in englischer oder deutscher Sprache, radiologische Querschnittsuntersuchung und Definition der kneeROA anhand eines etablierten radiologischen Scores. Die Bestimmung der Effektstärken (event rate [ER], Odds Ratio [OR] und Konfidenzintervalle) wurde mit der Software Comprehensive Metaanalysis V2 (Biostat, Englewood, NJ, USA) berechnet. Die Heterogenität wurde durch I2 nach Higgins berechnet. Ergebnisse: Von ursprünglich 1428 Treffern konnten insgesamt 17 Studien identifiziert werden. Der Kappa-Index bezüglich der Interrater-Übereinstimmung betrug k = 0,948. Männer hatten bezogen auf alle Studien eine kneeROA-Prävalenz von 24,3% (KI 23,4–25,2%); I2 = 59,4 (p = 0,002). Diese betrug bei Frauen 32,6% (KI 31,8–33,4%); I2 = 49,1 (p < 0,001). Die Prävalenz der kneeROA war bei Frauen unabhängig von der Altersgruppe signifikant höher als bei Männern (OR = 1,8 [1,7–1,9]; I2 = 46,0 [p < 0,001]). Die Prävalenz der ROA steigt mit dem Lebensalter signifikant an. Beträgt sie bei Patienten unter dem 50. Lebensjahr 7,3% (KI 6,6–8,0%), findet man nach dem 80. Lebensjahr zu 24,0% (23,6–24,5%) eine kneeROA. Schlussfolgerungen: Die vorliegende Metaanalyse fasst die derzeitige Datenlage bezüglich der Prävalenz der kneeROA zusammen. Diese Daten können in Zukunft als Basisbezugswert für Begutachtungen oder weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen dienen.
Item Description:Gesehen am 19.10.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1864-6743
DOI:10.1055/s-0030-1250531