Chirurgische Therapie des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms = Surgical treatment of non-small-cell lung cancer

Die chirurgische Therapie ist bei jedem Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom ohne Fernmetastasen an erster Stelle zu prüfen: Sie gilt als Therapie der Wahl, wenn keine allgemeinen oder funktionellen Kontraindikationen vorliegen und die Tumorausdehnung die Operation sinnvoll erscheinen...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Schuhan, Christian (VerfasserIn) , Dienemann, Hendrik (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 27 Juli 2011
In: Der Onkologe
Year: 2011, Jahrgang: 17, Heft: 8, Pages: 684-690
ISSN:1433-0415
DOI:10.1007/s00761-011-2034-8
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00761-011-2034-8
Volltext
Verfasserangaben:C. Schuhan, H. Dienemann (Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg)
Beschreibung
Zusammenfassung:Die chirurgische Therapie ist bei jedem Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom ohne Fernmetastasen an erster Stelle zu prüfen: Sie gilt als Therapie der Wahl, wenn keine allgemeinen oder funktionellen Kontraindikationen vorliegen und die Tumorausdehnung die Operation sinnvoll erscheinen lässt. In den Stadien I und II ist die Operation meist der erste therapeutische Schritt, abhängig vom histopathologischen Befund ggf. ergänzt durch eine adjuvante Therapie. Ziel der Operation ist die radikale Tumorentfernung mit tumorfreiem Absetzungsrand von Bronchus und Gefäßen. Lobektomie, Bilobektomie und Pneumonektomie einschließlich systematischer Lymphkotendissektion sind die Standardverfahren. Durch bronchoplastische Techniken lassen sich in vielen Fällen Pneumonektomien vermeiden. Die Letalität nach Pneumonektomie beträgt 3-10%, nach Lobektomie weniger als 2%. Segment- oder Keilresektionen sind nur bei Risikopatienten mit funktioneller Einschränkung indiziert. In den Stadien IIIA und IIIB ist meist eine primär nichtoperative Therapie indiziert, idealerweise im Rahmen einer klinischen Studie. Im Einzelfall kann im zweiten Schritt ein resezierender Eingriff sinnvoll sein. Die optimale Behandlungsstrategie speziell im Stadium IIIA ist weiterhin Gegenstand zahlreicher Studien. Im Stadium IV bleiben chirurgische Eingriffe die Ausnahme. Die Prognose der operierten Patienten hängt von der Radikalität des Eingriffs und vom Tumorstadium ab.
Beschreibung:Gesehen am 27.10.2022
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1433-0415
DOI:10.1007/s00761-011-2034-8