Welche Probleme berichten Jugendliche mit selbstverletzendem Verhalten?: Ergebnisse einer repräsentativen Schülerbefragung

In der epidemiologisch angelegten Heidelberger Schulstudie wurden Jugendliche der 9. Klassen (n = 5832) per Fragebogen nach ihrer Lebenssituation, dem körperlichen und psychischen Befinden, sowie nach Risikoverhalten und Belastungen gefragt. Von diesen berichteten 4 % mehrmaliges selbstverletzendes...

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Main Authors: Vonderlin, Eva (Author) , Haffner, Johann (Author) , Behrend, Barbara (Author) , Brunner, Romuald (Author) , Parzer, Peter (Author) , Resch, Franz (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: March 29, 2011
In: Kindheit und Entwicklung
Year: 2011, Volume: 20, Issue: 2, Pages: 111-118
ISSN:2190-6246
DOI:10.1026/0942-5403/a000047
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1026/0942-5403/a000047
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1026/0942-5403/a000047
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Author Notes:Eva Vonderlin, Johann Haffner, Barbara Behrend, Romuald Brunner, Peter Parzer und Franz Resch
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Summary:In der epidemiologisch angelegten Heidelberger Schulstudie wurden Jugendliche der 9. Klassen (n = 5832) per Fragebogen nach ihrer Lebenssituation, dem körperlichen und psychischen Befinden, sowie nach Risikoverhalten und Belastungen gefragt. Von diesen berichteten 4 % mehrmaliges selbstverletzendes Verhalten. Darunter befanden sich mehr Mädchen, sowie häufiger Schüler aus Haupt- und Realschulen, aber seltener Jugendliche mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit. Weiterhin wurde untersucht, welche Problembereiche diese selbstverletzenden Teilnehmer (n = 220) in offenen Fragen im Vergleich zu einer nach Geschlecht und Schulform parallelisierten Kontrollgruppe angaben. Die Ergebnisse zeigen, dass Beziehungsprobleme in der Familie, sowie mit Gleichaltrigen im Vordergrund stehen. Selbstwertprobleme und Alkohol- bzw. Drogenkonsum wurden von den Selbstverletzern häufiger genannt, ebenso Verlust- und Gewalterfahrungen. In präventiver und therapeutischer Hinsicht erscheinen daher unterstützende Maßnahmen zur Beziehungs- und Interaktionsgestaltung von zentraler Bedeutung.
Item Description:Gesehen am 02.11.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:2190-6246
DOI:10.1026/0942-5403/a000047