Musiktherapie bei nichttonalem Tinnitus (Tinnitusrauschen): Konzeptentwicklung und Behandlungsevaluation

Hintergrund: Mit der „Musiktherapie bei chronisch-tonalem Tinnitus nach dem Heidelberger Modell“ liegt für den Bereich des tonalen Tinnitus eine effektive und neurowissenschaftlich überprüfte Behandlungsmethode vor. Material und Methodik: Der musiktherapeutische Ansatz wurde nun unter Berücksich...

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Main Authors: Argstatter, Heike (Author) , Krick, C. (Author) , Plinkert, Peter K. (Author) , Bolay, H.V. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 01 September 2010
In: HNO
Year: 2010, Volume: 58, Issue: 11, Pages: 1085-1093
ISSN:1433-0458
DOI:10.1007/s00106-010-2113-y
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00106-010-2113-y
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Author Notes:H. Argstatter, C. Krick, P. Plinkert, H.V. Bolay
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Summary:Hintergrund: Mit der „Musiktherapie bei chronisch-tonalem Tinnitus nach dem Heidelberger Modell“ liegt für den Bereich des tonalen Tinnitus eine effektive und neurowissenschaftlich überprüfte Behandlungsmethode vor. Material und Methodik: Der musiktherapeutische Ansatz wurde nun unter Berücksichtigung der Klangqualität und möglicher kardiovaskulärer Einflussfaktoren spezifisch auf den Bereich des „Tinnitusrauschens“ ausgeweitet und mit psychologischen, physiologischen und bildgebenden Verfahren auf seine Wirksamkeit hin überprüft. Ergebnisse: In einer ersten Pilotstudie erreichten 21 der 23 untersuchten Probanden (d. h. über 90%) eine zuverlässige Reduktion der Symptome (Werte im Tinnitusfragebogen: prä: 40,1±11,4, post: 27,9±12,8, 3-Monats-Katamnese: 24,0±12,2). Die Resultate der bildgebenden Verlaufsuntersuchungen zeigen neuroplastische Veränderungen in Putamen und Insula. Psychophysiologische Messungen geben Anhaltspunkte für kardiovaskuläre Einflüsse auf das Tinnitusrauschen. Diskussion: Eine effektive Tinnitustherapie sollte die Klangqualität des Tinnitus berücksichtigen, da eine Veränderung der Tinnitussymptomatik eindeutig von der Klangqualität abhängt. Kardiovaskuläre Einflüsse spielen insofern eine Rolle, als die Regulation der Herzfrequenz ein Prädiktor für den Therapieerfolg ist. Insgesamt erhärten die bildgebenden Daten das Top-down-Modell der Tinnitusentstehung.
Item Description:Gesehen am 25.11.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0458
DOI:10.1007/s00106-010-2113-y