Molekularpathologische Analyse beim metastasierten NSCLC: EGFR-Mutationsstatus als prädiktiver Biomarker

Das Bronchialkarzinom ist die in der westlichen Welt häufigste zum Tod führende Krebserkrankung. Da es überwiegend erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird, ist eine kurative Therapie in vielen Fällen nicht mehr möglich. Die Gruppe der nichtkleinzelligen Bronchialkarzinome (NSCLC)...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Dietel, Manfred (VerfasserIn) , Schirmacher, Peter (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2010
In: Der Onkologe
Year: 2010, Jahrgang: 16, Heft: 1, Pages: 63-66
ISSN:1433-0415
DOI:10.1007/s00761-009-1737-6
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00761-009-1737-6
Volltext
Verfasserangaben:M. Dietel, P. Schirmacher
Beschreibung
Zusammenfassung:Das Bronchialkarzinom ist die in der westlichen Welt häufigste zum Tod führende Krebserkrankung. Da es überwiegend erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird, ist eine kurative Therapie in vielen Fällen nicht mehr möglich. Die Gruppe der nichtkleinzelligen Bronchialkarzinome (NSCLC) stellt hierbei die häufigsten morphologischen Subtypen. Grob vereinfacht gesagt, besteht derzeit die Standardtherapie des fortgeschrittenen NSCLC im ersten Therapieschritt aus 4–6 Zyklen einer platinbasierten Chemotherapie, mit der objektive Ansprechraten von 30–40% und ein medianes Überleben von 8–10 Monaten erreicht werden. Seit kurzem werden auch beim NSCLC neue, spezifisch wirkende Substanzen eingesetzt. Diese hemmen entweder den Rezeptor des VEGF („vascular endothelial growth factor“) und wirken dadurch antiangiogen, oder sie blockieren den Rezeptor des epidermalen Wachstumsfaktors vom Subtyp 1 (EGFR1) und entfalten so eine antiproliferative Wirkung. Für Angiogenesehemmstoffe gibt es bislang keine Prädiktoren, die den Therapieerfolg vorhersagen können. Dagegen eröffnet sich für die EGFR-blockierenden Substanzen mittlerweile die Möglichkeit, Patienten mit Hilfe molekularer Biomarker bezüglich eines möglichen Ansprechens zu selektionieren.
Beschreibung:Online publiziert: 29. November 2009
Gesehen am 02.02.2023
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1433-0415
DOI:10.1007/s00761-009-1737-6