Antikoagulation im Alter

Die Empfehlungen für die Antikoagulation bei über 80-jährigen Patienten orientieren sich an der Abwägung des Thromboembolie- und des Blutungsrisikos. Sie ergänzen die bisher vorliegenden Empfehlungen für die betroffenen Indikationen. Die postoperative Thromboembolieprophylaxe erfolgt bei diese...

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Main Authors: Harenberg, Job (Author) , Bauersachs, R. (Author) , Diehm, C. (Author) , Lawall, H. (Author) , Burkhardt, Heinrich (Author) , Gerlach, H. (Author) , Darius, H. (Author) , Völler, H. (Author) , Rabe, E. (Author) , Wehling, Martin (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 24 November 2010
In: Der Internist
Year: 2010, Volume: 51, Issue: 11, Pages: 1446-1455
ISSN:1432-1289
DOI:10.1007/s00108-010-2702-6
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00108-010-2702-6
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Author Notes:J. Harenberg, R. Bauersachs, C. Diehm, H. Lawall, H. Burkhardt, H. Gerlach, H. Darius, H. Völler, E. Rabe, M. Wehling
Description
Summary:Die Empfehlungen für die Antikoagulation bei über 80-jährigen Patienten orientieren sich an der Abwägung des Thromboembolie- und des Blutungsrisikos. Sie ergänzen die bisher vorliegenden Empfehlungen für die betroffenen Indikationen. Die postoperative Thromboembolieprophylaxe erfolgt bei dieser Patientengruppe mit niedermolekularem Heparin (NMH). Bei sehr hohem Blutungsrisiko werden angepasste Kompressionsstrümpfe oder die intermittierende pneumatische Kompression eingesetzt. Bei sehr hohem Thromboembolierisiko wird ab dem 2. postoperativen Tag die Dosis gesteigert. Blutungs- und Thromboembolierisiko sind täglich neu festzulegen und die Therapie entsprechend anzupassen. Bei akuten Erkrankungen mit Bettlägerigkeit erfolgt die Thromboembolieprophylaxe wie postoperativ. Die Therapie der venösen Thromboembolie soll mit zwei Drittel der therapeutischen Dosis erfolgen. Eine eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min für die meisten NMH und <20 ml/min für Tinzaparin) soll zu einer stärkeren Dosisreduktion führen. Intensität und Dauer der Rezidivprophylaxe mit Vitamin-K-Antagonisten, oder bei gleichzeitig bestehenden Malignomen mit NMH, erfolgen nach den bestehenden oder hier beschriebenen Empfehlungen. Die Antikoagulation bei Vorhofflimmern erfolgt mit Vitamin-K-Antagonisten und einer INR von 2-3. In besonderen klinischen Situationen wird die Antikoagulation nach den nationalen oder internationalen Empfehlungen durchgeführt.
Item Description:Gesehen am 08.03.2023
Physical Description:Online Resource
ISSN:1432-1289
DOI:10.1007/s00108-010-2702-6