Vermessung des weiblichen Beckens und die „künstliche Frühgeburt“ im 19. Jahrhundert: eine objektzentrierte Untersuchung anhand der Sammlung der Universitätsfrauenklinik in Würzburg

Das Vermessen und die genaue Kartierung des weiblichen Beckens dienten dazu, den physiologischen Geburtsprozess und die pathologischen Abweichungen von diesem zu ergründen. Als große Herausforderung problematisierten akademische Geburtshelfer das verengte Becken, das eine Geburt erschwerte und im s...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Author: Nolte, Karen (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2023
In: Medizinhistorisches Journal
Year: 2023, Volume: 58, Issue: 1/2, Pages: 46-69
ISSN:1611-4477
DOI:10.25162/mhj-2023-0002
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://dx.doi.org/10.25162/mhj-2023-0002
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://biblioscout.net/article/10.25162/mhj-2023-0002
Get full text
Author Notes:Karen Nolte
Description
Summary:Das Vermessen und die genaue Kartierung des weiblichen Beckens dienten dazu, den physiologischen Geburtsprozess und die pathologischen Abweichungen von diesem zu ergründen. Als große Herausforderung problematisierten akademische Geburtshelfer das verengte Becken, das eine Geburt erschwerte und im schlimmsten Fall das Leben von Mutter und Kind gefährdete. Der Beitrag nimmt über die wissenschaftliche Erschließung der Würzburger Sammlung von Beckenpräparaten und Beckenmessinstrumenten nicht nur die geburtshilfliche Praxis der Vermessung des weiblichen Beckens in den Blick. Vielmehr wird dargelegt, welche ethischen Probleme sich für die akademischen Geburtshelfer aus den von der neu definierten Norm abweichenden Messwerten ergaben. Mit der Geschichte der Beckenforschung eng verbunden ist - so das Argument - die Geschichte der „künstlichen Frühgeburt“, die bisher in der Geschichte der Geburtshilfe wenig Beachtung fand.
Item Description:Gesehen am 30.03.2023
Physical Description:Online Resource
ISSN:1611-4477
DOI:10.25162/mhj-2023-0002