Demokratie erinnern: historisch-politische Identitätsbildung im deutschen Südwesten

Der deutsche Südwesten hatte vor allem im 19. Jahrhundert einen verfassungspolitischen Modernisierungsvorsprung. An diese demokratischen Traditionslinien und an die Errungenschaften der Freiheits- und Demokratiebewegungen konnte auf dem Weg zum liberalen und demokratischen Verfassungsstaat angeknü...

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Dettagli Bibliografici
Autore principale: Braun, Bernd (Autore, Redattore)
Altri autori: Engehausen, Frank (Redattore) , Thelen, Sibylle (Redattore) , Weber, Reinhold (Redattore)
Natura: Edited Volume
Lingua:tedesco
Pubblicazione: Stuttgart Verlag W. Kolhammer GmbH 2023
Edizione:1. Auflage
Serie:Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs Band 53
In: Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs (Band 53)

Soggetti:
Accesso online:Verlag, kostenfrei: https://www.lpb-bw.de/publikation-anzeige/lk-53-demokratie-erinnern-3650
Verlag, Cover: https://www.lpb-bw.de/fileadmin/_processed_/4/9/csm_53_demokratie_erinnern_600_c0ef939d06.jpg
Testo
Note sull'autore:hrsg. von Bernd Braun, Frank Engehausen, Sibylle Thelen und Reinhold Weber ; Landeszentrale für politische Bildung Bade-Württemberg
Descrizione
Riassunto:Der deutsche Südwesten hatte vor allem im 19. Jahrhundert einen verfassungspolitischen Modernisierungsvorsprung. An diese demokratischen Traditionslinien und an die Errungenschaften der Freiheits- und Demokratiebewegungen konnte auf dem Weg zum liberalen und demokratischen Verfassungsstaat angeknüpft werden. Daran zu erinnern und die Entwicklungslinien einer demokratischen Erinnerungskultur herauszuarbeiten, heißt auch, prägende Persönlichkeiten und Ereignisse unserer Demokratiegeschichte erlebbar zu machen. Dies geschieht in diesem Buch mit neun Aufsätzen, die sich unter anderem mit den ersten Verfassungen in Baden (1818) und Württemberg (1819) beschäftigen, mit dem Erinnern an die Revolution von 1848/49 sowie mit den südwestdeutschen Landesverfassungen nach 1945. Gefragt wird aber auch nach der Rolle von Frauen in der Erinnerungskultur des Landes oder nach dem Beitrag von NS-Verfolgten im Prozess der Demokratisierung nach 1945. Dabei wird deutlich: Die Demokratie wurde den Deutschen nicht in die Wiege gelegt. Sie musste in einem langwierigen Prozess mit zahlreichen Brüchen und Kontinuitätslinien erstritten und erkämpft werden. Erinnerung und Gedenken an diese Entwicklung, an die Demokratie und ihre Errungenschaften haben ihre eigene Geschichte. Sie darzustellen heißt auch, die hart umkämpfte, aber letztlich erfolgreiche Etablierung einer demokratischen und freiheitlichen Verfassungsordnung zu würdigen. Darüber hinaus erwächst aus den widerstreitigen Entwicklungen, aus den Gegensätzen und Gefährdungen ein Lernpotenzial, das immer wieder zeigt, wie verletztlich unsere demokratischen Errungenschaften sind.
Bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) ist jetzt das neue Buch „Demokratie erinnern“ erschienen. Namhafte Autorinnen und Autoren widmen sich auf 302 Seiten der Demokratieerinnerung im deutschen Südwesten. Mit ihren Beiträgen betreten sie in vielerlei Hinsicht Neuland für die Geschichtsschreibung zu Baden-Württemberg und seinen Vorgängerländern. Der deutsche Südwesten hatte vor allem im 19. Jahrhundert einen verfassungspolitischen Modernisierungsvorsprung. An diese demokratischen Traditionslinien und an die Errungenschaften der Freiheits- und Demokratiebewegungen konnte auf dem Weg zum liberalen und demokratischen Verfassungsstaat angeknüpft werden. Daran zu erinnern und die Entwicklungslinien einer demokratischen Erinnerungskultur herauszuarbeiten, heißt auch, prägende Persönlichkeiten und Ereignisse unserer Demokratiegeschichte erlebbar zu machen. Dies geschieht in diesem Buch mit neun Aufsätzen, die sich unter anderem mit den ersten Verfassungen in Baden (1818) und Württemberg (1819) beschäftigen, mit dem Erinnern an die Revolution von 1848/49 sowie mit den südwestdeutschen Landesverfassungen nach 1945. Gefragt wird aber auch nach der Rolle von Frauen in der Erinnerungskultur des Landes oder nach dem Beitrag von NS-Verfolgten im Prozess der Demokratisierung nach 1945. Dabei wird deutlich: Die Demokratie wurde den Deutschen nicht in die Wiege gelegt. Sie musste in einem langwierigen Prozess mit zahlreichen Brüchen und Kontinuitätslinien erstritten und erkämpft werden. Erinnerung und Gedenken an diese Entwicklung, an die Demokratie und ihre Errungenschaften haben ihre eigene Geschichte. Sie darzustellen heißt auch, die hart umkämpfte, aber letztlich erfolgreiche Etablierung einer demokratischen und freiheitlichen Verfassungsordnung zu würdigen. Darüber hinaus erwächst aus den widerstreitigen Entwicklungen, aus den Gegensätzen und Gefährdungen ein Lernpotenzial, das immer wieder zeigt, wie verletztlich unsere demokratischen Errungenschaften sind. Herausgegeben wird der neue Band von Prof. Dr. Bernd Braun (Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg), Prof. Dr. Frank Engehausen (Universität Heidelberg) sowie Sibylle Thelen und Prof. Dr. Reinhold Weber (beide LpB).
Descrizione fisica:Online Resource
ISBN:9783945414934
9783945414941