Polytraumaversorgung auf der Intensivstation

Die intensivmedizinische Behandlung polytraumatisierter Patienten gehört zu den größten Herausforderungen der Medizin. Bereits im frühen Verlauf muss engmaschig eine suffiziente Reevaluation der klinischen und apparativen Befunde in einem geschulten interdisziplinären Team erfolgen („tertiary tr...

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Main Authors: Mann, Valesco (Author) , Mann, S. (Author) , Szalay, G. (Author) , Hirschburger, M. (Author) , Röhrig, R. (Author) , Dictus, Christine (Author) , Wurmb, T. (Author) , Weigand, Markus A. (Author) , Bernhard, Michael (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 8. August 2010
In: Der Anaesthesist
Year: 2010, Volume: 59, Issue: 8, Pages: 739-763
ISSN:1432-055X
DOI:10.1007/s00101-010-1771-1
Online Access:Resolving-System, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00101-010-1771-1
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://link.springer.com/article/10.1007/s00101-010-1771-1
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Author Notes:V. Mann, S. Mann, G. Szalay, M. Hirschburger, R. Röhrig, C. Dictus, T. Wurmb, M.A. Weigand, M. Bernhard
Description
Summary:Die intensivmedizinische Behandlung polytraumatisierter Patienten gehört zu den größten Herausforderungen der Medizin. Bereits im frühen Verlauf muss engmaschig eine suffiziente Reevaluation der klinischen und apparativen Befunde in einem geschulten interdisziplinären Team erfolgen („tertiary trauma survey“), um die teils deletären Folgen von in der Erstdiagnostik im Schockraum übersehenen Verletzungen („missed injuries“) zu verhindern. Während des im Mittel 11-tägigen Aufenthalts der Patienten auf der Intensivstation muss dann eine Therapiestrategie gewählt werden, die neben einer qualitativ hochwertigen allgemeinen Intensivmedizin insbesondere die Spezifika des individuell vorliegenden Verletzungsmusters berücksichtigt. Da sich bei schwer verletzten Patienten zunehmend das Konzept der „damage control surgery“ durchsetzt, ist die Intensivstation häufig Dreh- und Angelpunkt in der kritischen Zeit zwischen der operativen Erstversorgung und frühelektiven Eingriffen. Daher ist eine enge Abstimmung zwischen dem Intensivmediziner und den beteiligten operativen Disziplinen zum Erreichen des gemeinsamen Ziels aller therapeutischen Bemühungen unabdingbar: Der polytraumatisierte Patient soll nach Überleben der Akutphase rasch rehabilitiert und wieder ins Berufs- sowie Sozialleben eingegliedert werden können.
Item Description:Gesehen am 04.05.2023
Physical Description:Online Resource
ISSN:1432-055X
DOI:10.1007/s00101-010-1771-1