Multiples Myelom: Epidemiologie und Stadieneinteilung

Die häufigsten Formen monoklonaler Plasmazellerkrankungen sind die monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) und das multiple Myelom (MM). Die Prävalenz beider Erkrankungen nimmt mit dem Alter zu und liegt für die MGUS bei über 70-Jährigen bei 3-5%. Für das MM sind 4-5/100.000 Neuerk...

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Main Authors: Hillengaß, Jens (Author) , Goldschmidt, Hartmut (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 03 March 2010
In: Der Onkologe
Year: 2010, Volume: 16, Issue: 3, Pages: 225-231
ISSN:1433-0415
DOI:10.1007/s00761-010-1792-z
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00761-010-1792-z
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Author Notes:J. Hillengaß, H. Goldschmidt
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Summary:Die häufigsten Formen monoklonaler Plasmazellerkrankungen sind die monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) und das multiple Myelom (MM). Die Prävalenz beider Erkrankungen nimmt mit dem Alter zu und liegt für die MGUS bei über 70-Jährigen bei 3-5%. Für das MM sind 4-5/100.000 Neuerkrankungen pro Jahr beschrieben. Während es sich bei der MGUS lediglich um eine nichttherapiebedürftige Laborveränderung handelt, die ein mit 1% pro Jahr leicht erhöhtes Risiko hat, in eine maligne Erkrankung überzugehen, wird das MM in ein symptomatisches, therapiepflichtiges und ein asymptomatisches nichttherapiepflichiges Stadium unterschieden. Die Kriterien für die Therapieentscheidung sind folgende als Endorganschäden definierte Befunde: 1. Knochendestruktion und Hyperkalzämie, 2. Anämie und 3. Nierenfunktionseinschränkung. Die wichtigsten Prognosefaktoren beim MM sind das β2-Mikroglobulin und das Albumin im Serum sowie zytogenetische Veränderungen der monoklonalen Plasmazellen.
Item Description:Gesehen am 15.05.2023
Englische Zusammenfasssung unter dem Titel: Multiple myeloma: epidemiology and staging
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0415
DOI:10.1007/s00761-010-1792-z