Chirurgische Notfälle unter Chemo- und Strahlentherapie

Die jährliche Inzidenz der malignen Tumorkrankungen in Deutschland wird nahezu auf eine halbe Million geschätzt. Zahlreiche Tumoren können entweder primär abdominell entstehen oder sich sekundär als intraabdominelle Metastasen manifestieren. Im Rahmen einer interdisziplinären Therapie werden v...

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Main Authors: Dusch, Niloufar (Author) , Post, Stefan (Author) , Niedergethmann, Marco (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 25. März 2010
In: Der Onkologe
Year: 2010, Volume: 16, Issue: 4, Pages: 402-410
ISSN:1433-0415
DOI:10.1007/s00761-010-1802-1
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00761-010-1802-1
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Author Notes:N. Dusch, S. Post, M. Niedergethmann
Description
Summary:Die jährliche Inzidenz der malignen Tumorkrankungen in Deutschland wird nahezu auf eine halbe Million geschätzt. Zahlreiche Tumoren können entweder primär abdominell entstehen oder sich sekundär als intraabdominelle Metastasen manifestieren. Im Rahmen einer interdisziplinären Therapie werden viele solide Tumoren mittels Chemo- und Strahlentherapie behandelt. Notfälle in Verbindung mit einer Strahlen- und/oder Chemotherapie, die einer chirurgischen Intervention bedürfen, sind in Anbetracht der Häufigkeit der onkologischen Therapien eher selten, erfordern dann aber eine intensive, interdisziplinäre Betreuung des Patienten und ein konsequentes Handeln, insbesondere wegen iatrogener Neutropenie und Immunkompromittierung. Darüber hinaus befinden sich diese Patienten in der Regel bereits in einem reduzierten Allgemeinzustand, und das Ausmaß der Beschwerden und der Symptome wird häufig durch Analgetika und Immunsuppressiva beeinflusst. Die Diagnosestellung ist somit in der Regel erschwert. Die häufigsten chirurgischen Notfälle unter Chemo- und Strahlentherapie sind Enterokolitis, Perforationen, Blutungen, gastrointestinale Passagestörungen, Fisteln, Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege, Appendizitis, Abszesse und Wundinfektion. Der weitere Verlauf und die Prognose des Patienten ist abhängig von einer raschen Diagnose und von zügiger Einleitung einer suffizienten, interdisziplinären Therapie.
Item Description:Gesehen am 15.05.2023
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0415
DOI:10.1007/s00761-010-1802-1