Das Potenzial komplementärer Musikinterventionen bei Patienten mit malignen Kopf-Hals-Tumoren = The potential of complementary music interventions in patients with head and neck cancer

Zweck: Etablierte Behandlungsschemata für Patienten mit malignen Kopf-Hals-Tumoren führen häufig zu körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen und können daher die Lebensqualität (QoL) dieser Patienten erheblich einschränken. Die in der Literatur verfügbaren Daten weisen darauf hin, d...

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Main Authors: Häussler, Daniel (Author) , Mayer, Christopher (Author) , Schell, Angela (Author) , Zaubitzer, Lena (Author) , Büttner, Sylvia (Author) , Gencer, Deniz (Author) , Rotter, Nicole (Author) , Kramer, Benedikt (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 05.01.2023
In: Laryngo-Rhino-Otologie
Year: 2023, Volume: 102, Issue: 6, Pages: 434-439
ISSN:1438-8685
DOI:10.1055/a-1984-0346
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-1984-0346
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme.connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-1984-0346
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Author Notes:Autorinnen/Autoren: Daniel Haeussler, Christopher Mayer, Angela Schell, Lena Zaubitzer, Sylvia Büttner, Deniz Gencer, Nicole Rotter, Benedikt Kramer
Description
Summary:Zweck: Etablierte Behandlungsschemata für Patienten mit malignen Kopf-Hals-Tumoren führen häufig zu körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen und können daher die Lebensqualität (QoL) dieser Patienten erheblich einschränken. Die in der Literatur verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass ergänzende Behandlungen wie Musikinterventionen die Lebensqualität und Compliance der Patienten verbessern und die Symptome während der Therapie reduzieren können. Methoden: Im Rahmen einer ambulanten Vorstellung erfolgte eine anonyme Datenerhebung bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren mittels eines selbst konzipierten Fragebogens. Dabei wurden die Patienten insbesondere nach ihrem Bedarf und Interesse an Musikinterventionen während der Tumortherapie befragt. Ergebnisse: Insgesamt wurden 138 Patienten in die Studie eingeschlossen, davon 68,1% Männer und 31,9% Frauen. Das Durchschnittsalter betrug 64,9 Jahre. Nur 11,5% hörten zum Zeitpunkt der Datenerhebung regelmäßig Musik während ihrer Therapie, jedoch gaben 52,2% der Patienten an, an Musikinterventionen interessiert zu sein. Die Patienten erhofften sich besonders entspannende und ermutigende Wirkungen durch das Musikhören. Die meisten würden dabei Gruppentherapien (56%) oder das Hören ihrer eigenen Musik (36,6%) bevorzugen. Zusammenfassung: Unsere Daten deuten auf ein hohes Potenzial von Musikinterventionen bei Patienten mit Kopf-Hals-Malignomen hin. Dabei scheinen positive Auswirkungen, einschließlich einer Verringerung somatischer und nichtsomatischer Symptome und einer verbesserten Lebensqualität, möglich. Der Mangel an einer homogenen Datenlage unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Studien im Bereich der komplementären Musikinterventionen, um zukünftig wissenschaftsbasierte Konzepte in Krebsbehandlungszentren zu etablieren.
Item Description:Artikel online veröffentlicht: 05.01.2023
Gesehen am 22.05.2023
Physical Description:Online Resource
ISSN:1438-8685
DOI:10.1055/a-1984-0346