Zum Stand der Aus- und Weiterbildung in Säuglings-/Kleinkind-Eltern-Psychotherapie in Deutschland

ZUSAMMENFASSUNG: Regulationsstörungen in der frühen Kindheit und postpartale psychische Störungen von Eltern können durch Therapieangebote, die Eltern und Kind einbeziehen (sog. Säuglings-/ Kleinkind-Eltern-Psychotherapie, SKEPT) wirksam behandelt werden. Der Bedarf an psychotherapeutischer Ver...

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Main Authors: Georg, Anna (Author) , Taubner, Svenja (Author) , Evers, Oliver (Author)
Format: Article (Journal)
Language:English
Published: Juli 2023
In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie
Year: 2023, Volume: 72, Issue: 5, Pages: 392-407
ISSN:2196-8225
DOI:10.13109/prkk.2023.72.5.392
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.13109/prkk.2023.72.5.392
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.vr-elibrary.de/doi/10.13109/prkk.2023.72.5.392
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Author Notes:Dr. phil. Anna Katharina Georg, Prof. Dr. phil. Svenja Taubner, Dr. phil. Oliver Evers
Description
Summary:ZUSAMMENFASSUNG: Regulationsstörungen in der frühen Kindheit und postpartale psychische Störungen von Eltern können durch Therapieangebote, die Eltern und Kind einbeziehen (sog. Säuglings-/ Kleinkind-Eltern-Psychotherapie, SKEPT) wirksam behandelt werden. Der Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung ist hoch bei gleichzeitig unzureichender Angebotslage. Die Studie zielt darauf, die aktuelle Aus- und Weiterbildungssituation zu SKEPT in Deutschland abzubilden, bestehende Hürden aus Perspektive der Institute zu erfassen und Hinweise für eine Verbesserung derWeiterbildung zu erhalten. Kontaktpersonen von Aus- und Weiterbildungsinstituten in ganz Deutschland wurden zur Teilnahme an der Onlinebefragung eingeladen. N = 95 Personen beantworten Fragen zurmöglichen SKEPT-Weiterbildung und damit verbundenen Vorteilen und Hürden sowie Bedingungen für ein zukünftiges Angebot. 19 (22,4 %) der Institute gaben an, SKEPT sei Teil ihresWeiterbildungsangebotes. Dieses richtete sich in 84,2 % der Fälle an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/innen. In 63,6 % der Institute wurde SKEPT umfassend behandelt. Durchschnittlich wurden 2,55 Barrieren wahrgenommen, am häufigsten organisatorischer Art. 75,9 % der Institute, die SKEPT noch nicht anboten, wären in der Zukunft dazu bereit, dies unter mindestens einer Bedingung zu tun. Darunter am häufigsten vertreten waren Informationen zu SKEPT-Curricula und Weiterbildungsinhalten (40,7 %). Das geringe Angebot von SKEPT in der Weiterbildung scheint hauptsächlich durch Barrieren organisatorischer Natur begründet zu sein, die durch einige einfacheMittel, wie beispielsweise die Verbreitung vonMustercurricula, überwunden werden können.
Item Description:Gesehen am 19.09.2023
Online veröffentlicht: Juli 2023
Physical Description:Online Resource
ISSN:2196-8225
DOI:10.13109/prkk.2023.72.5.392