Gedächtnis - Materialität - Schrift: ein erinnerungskulturelles Modell zur Analyse schrifttragender Artefakte

ZUSAMMENFASSUNG - - In der kulturwissenschaftlichen Erinnerungsforschung spielte die Materialität von Gedächtnismedien bislang eine eher untergeordnete Rolle. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es daher, die physische Beschaffenheit von Gedächtnismedien in den Blick zu nehmen. Unter Gedächtnism...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Authors: Allgaier, Benjamin (Author) , Bolle, Katharina (Author) , Jaspert, Nikolas (Author) , Knauber, Konrad (Author) , Lieb, Ludger (Author) , Roels, Evelien (Author) , Sauer, Rebecca (Author) , Schneidereit, Nele (Author) , Wallenwein, Kirsten (Author)
Format: Article (Journal)
Language:English
Published: 2019
In: Saeculum
Year: 2019, Volume: 69, Issue: 2, Pages: 181-244
ISSN:2194-4075
DOI:10.7788/saec.2019.69.2.181
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.7788/saec.2019.69.2.181
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.vr-elibrary.de/doi/10.7788/saec.2019.69.2.181
Get full text
Author Notes:Benjamin Allgaier/Katharina Bolle/Nikolas Jaspert/Konrad Knauber/Ludger Lieb/Evelien Roels/Rebecca Sauer/Nele Schneidereit/Kirsten Wallenwein
Description
Summary:ZUSAMMENFASSUNG - - In der kulturwissenschaftlichen Erinnerungsforschung spielte die Materialität von Gedächtnismedien bislang eine eher untergeordnete Rolle. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es daher, die physische Beschaffenheit von Gedächtnismedien in den Blick zu nehmen. Unter Gedächtnismedien verstehen wir vor allem materiale Gedächtnisträger, d. h. alle Dinge, die Erinnerung auslösen, wobei es dabei nicht relevant ist, ob diese Funktion ursprünglich intendiert war oder nicht. Von besonderem Interesse sind für uns schrifttragende Gedächtnismedien, da diese gegenüber nichtbeschrifteten Dingen die Besonderheit aufweisen, dass die semantische Ebene des Textes und seine Rezeptionspraktiken den Gegenstand auf spezifische und zu untersuchende Art und Weise als gedächtnistragend ausweisen. - - Gedächtnismedien sind eingebettet in ein Spannungsfeld zwischen ursprünglich intendierter Gedächtnisstiftung und gleichzeitig und/oder später an ihnen vollzogenen Rezeptionsvorgängen. Objekte können demzufolge „Gedächtnisbiographien“ durchlaufen, die sogar durch Phasen völligen Vergessens unterbrochen sein können. Eine adäquate Untersuchung von Gedächtnismedien muss also sowohl deren produktionsseitige als auch deren rezeptionsseitige Funktionalisierungen in den Blick nehmen. - - Dieser Aufsatz wird sich zunächst einigen theoretischer Vorüberlegungen widmen, um diese dann anschließend anhand von Fallbeispielen aus unterschiedlichen Disziplinen durchzuarbeiten.
Item Description:Gesehen am 05.10.2023
Physical Description:Online Resource
ISSN:2194-4075
DOI:10.7788/saec.2019.69.2.181