Morbus Castleman in der rheumatologischen Praxis

Der Begriff „Morbus Castleman“ umfasst eine Gruppe von seltenen lymphoproliferativen Krankheitsbildern, die histopathologische Gemeinsamkeiten in der Lymphknotenbiopsie aufweisen. Erst seit wenigen Jahren stehen diagnostische Kriterien sowie ein spezifischer ICD-10-Code zur Verfügung. Mit den einga...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Schmalzing, Marc (VerfasserIn) , Sander, O. (VerfasserIn) , Seidl, M. (VerfasserIn) , Marks, R. (VerfasserIn) , Blank, Norbert (VerfasserIn) , Kötter, I. (VerfasserIn) , Tiemann, M. (VerfasserIn) , Backhaus, M. (VerfasserIn) , Manger, B. (VerfasserIn) , Hübel, K. (VerfasserIn) , Müller-Ladner, Ulf (VerfasserIn) , Henes, J. (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2023
In: Zeitschrift für Rheumatologie
Year: 2024, Jahrgang: 83, Heft: 4, Pages: 316-326
ISSN:1435-1250
DOI:10.1007/s00393-023-01393-8
Online-Zugang:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00393-023-01393-8
Volltext
Verfasserangaben:M. Schmalzing, O. Sander, M. Seidl, R. Marks, N. Blank, I. Kötter, M. Tiemann, M. Backhaus, B. Manger, K. Hübel, U. Müller-Ladner, J. Henes
Beschreibung
Zusammenfassung:Der Begriff „Morbus Castleman“ umfasst eine Gruppe von seltenen lymphoproliferativen Krankheitsbildern, die histopathologische Gemeinsamkeiten in der Lymphknotenbiopsie aufweisen. Erst seit wenigen Jahren stehen diagnostische Kriterien sowie ein spezifischer ICD-10-Code zur Verfügung. Mit den eingangs aufgeführten Fallbeispielen wird veranschaulicht, dass es für die Diagnosestellung einer engen Zusammenarbeit zwischen Klinikern und Pathologen bedarf. Für eine optimale histopathologische Beurteilung ist der Pathologe zudem auf die Entnahme eines vollständigen Lymphknotens angewiesen. Vor der hinsichtlich der Prognose und Therapie bedeutsamen Abgrenzung eines potenziell fatal verlaufenden, multilokulären idiopathischen Morbus Castleman von der resezierbaren, lokalisierten Form setzt die frühzeitige Diagnose aber voraus, dass das Krankheitsbild differenzialdiagnostisch überhaupt erst in Betracht gezogen wird. Verschiedene Immunphänomene und Überlappungen mit u.a. autoimmun bedingten Erkrankungen können die Wahrscheinlichkeit von Fehldiagnosen oder unerkannten Fällen auch im klinischen Alltag des Rheumatologen erhöhen. Intention der vorliegenden Übersicht war es daher, auch auf die Ähnlichkeiten mit differenzialdiagnostisch relevanten, Autoimmunerkrankungen hinzuweisen und Situationen aufzuzeigen, die eine Überprüfung der bisherigen Diagnose rechtfertigen.
Beschreibung:Online veröffentlicht: 25. August 2023
Gesehen am 20.10.2023
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1435-1250
DOI:10.1007/s00393-023-01393-8