Isovolämische Hämodilution (IHD) zur Einsparung von Fremdblut-transfusionen: Effektivität bei großen gynäkologischen Eingriffen

Ziel: Die Praktikabilität und Effektivität einer standardisierten, unmittelbar präoperativ durchgeführten isovolämischen Hämodilution wurde bei großen gynäkologischen Eingriffen (Wertheim-Operation u. a.) untersucht. Design: Prospektive klinische Studie mit historischer Vergleichsgruppe. Rahm...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Oberhauser, Markus (VerfasserIn) , Bardenheuer, Hubert J. (VerfasserIn) , Bernasconi, H. (VerfasserIn) , Genz, Thomas (VerfasserIn) , Kreimeier, Uwe (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 1996
In: Infusion therapy and transfusion medicine
Year: 1996, Jahrgang: 23, Heft: 1, Pages: 15-23
ISSN:1424-5493
DOI:10.1159/000223249
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1159/000223249
Volltext
Verfasserangaben:M. Oberhauser, H.J. Bardenheuer, H. Bernasconi, T. Genz, U. Kreimeier
Beschreibung
Zusammenfassung:Ziel: Die Praktikabilität und Effektivität einer standardisierten, unmittelbar präoperativ durchgeführten isovolämischen Hämodilution wurde bei großen gynäkologischen Eingriffen (Wertheim-Operation u. a.) untersucht. Design: Prospektive klinische Studie mit historischer Vergleichsgruppe. Rahmen: Operations-saal einer gynäkologischen Universitätsklinik. Patienten und In-terventionen: Bei 48 Patientinnen (mittleres Alter: 53 Jahre) wurde in Allgemeinanästhesie eine Hämodilution auf eine H-ämoglobinkonzentration von 9 g/dl durchgeführt (Abnahmemen-ge 900 ± 210 ml). Intraoperativ wurde bei Unterschreiten eines Hb-Wertes von 7 g/dl Eigenblut bzw. Fremdblut transfundiert. Ergebnisse: Gegenüber dem Vergleichskollektiv von 57 Patientinnen ohne Hämodilution wurde die Gesamtzahl an Fremdbluttransfusionen signifikant reduziert. Perioperativ konnte bei 65% aller Patientinnen jegliche Fremdblutübertragung vermie-den werden (Kontrollgruppe: 21%). Unerwünschte Nebenwir-kungen traten nicht auf. Schlu ßfolgerungen: Die Untersuchung zeigt, daß die akute isovolämische Hämodilution bei großen gynäkologischen Eingriffen ein sicheres, leicht zu handhaben-des und effektives Verfahren ist, das erlaubt, bis zu einem Ge-samtblutverlust von 1300 bis 1400 ml - in Einzelfällen auch dar-über - gänzlich auf eine Fremdbluttransfusion zu verzichten.
Beschreibung:Elektronische Reproduktion der Druck-Ausgabe 28. Mai 2009
Gesehen am 18.12.2023
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1424-5493
DOI:10.1159/000223249