Stile extremistischer Tatschreiben: Charakteristika rechter und linker inkriminierter Texte

Obwohl viele inkriminierte Texte schnell bestimmten Textsorten zugeordnet werden können, beruht diese Zuordnung oftmals nicht auf linguistischen, sondern auf strafrechtlich relevanten Faktoren. Solche Klassifikationen sind für die forensische Praxis unverzichtbar, verbergen allerdings häufig die...

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Bibliographic Details
Main Author: Preiss, Ulrike (Author)
Format: Book/Monograph Thesis
Language:German
Published: Berlin Boston De Gruyter [2024]
Series:Sprache und Wissen Band 60
In: Sprache und Wissen (Band 60)

DOI:10.1515/9783111335186
Subjects:
Online Access:Verlag, Volltext, kostenfrei: https://doi.org/10.1515/9783111335186
Verlag, Volltext, kostenfrei: https://www.degruyterbrill.com/isbn/9783111335186
Verlag, Volltext, kostenfrei: https://www.degruyterbrill.com/isbn/9783111335247
Verlag, Cover: https://www.degruyterbrill.com/document/cover/isbn/9783111335186/original
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Author Notes:Ulrike Preiss
Description
Summary:Obwohl viele inkriminierte Texte schnell bestimmten Textsorten zugeordnet werden können, beruht diese Zuordnung oftmals nicht auf linguistischen, sondern auf strafrechtlich relevanten Faktoren. Solche Klassifikationen sind für die forensische Praxis unverzichtbar, verbergen allerdings häufig die linguistische Vielfalt innerhalb eines Texttyps. Die vorliegende Arbeit untersucht die stilistische Variation in zwei konträr zueinanderstehenden Textklassen: rechtsextremen Droh- und Schmähbriefen sowie linksextremen Bekennerschreiben und Positionspapieren. Die über 150 authentischen Texte wurden mithilfe eines semi-automatisierten Clusterverfahrens hinsichtlich ihrer stilistischen Charakteristika gruppiert. Die resultierenden Stilausprägungen veranschaulichen einerseits die große Diversität linguistischer Merkmale innerhalb einer Textklasse, andererseits zeigt sich, dass einige Stilausprägungen gleichermaßen aus beiden Textklassen gespeist werden – trotz deren gegensätzlichen Funktionen und politischen Ideen. Die Ergebnisse dieser Studie bereichern nicht nur unser linguistisches Verständnis der beiden untersuchten Textklassen, sondern zeigen auch für die Praxis der Autorenanalyse neue Perspektiven und Herangehensweisen auf.
Although many incriminated texts can be quickly assigned to specific text types, this assignment is often based not on linguistic but on criminally relevant factors. Such classifications are indispensable for forensic practice, but often conceal the linguistic diversity within a text type. This study examines the stylistic variation in two contrasting text classes: right-wing extremist threatening and defamatory letters, and left-wing extremist letters of confession and position papers. The more than 150 authentic texts were grouped according to their stylistic characteristics using a semi-automated clustering procedure. The resulting stylistic characteristics illustrate, on the one hand, the great diversity of linguistic features within a text class, and, on the other hand, show that some stylistic characteristics are equally drawn from both text classes – despite their opposing functions and political ideas. The results of this study not only enrich our linguistic understanding of the two text classes examined but also reveal new perspectives and approaches for the practice of author analysis.
Item Description:Dissertation erschienen unter dem Titel: Die verschiedenen Stile extremistischer Tatschreiben. Eine vergleichende Stilanalyse rechter Droh- und Schmähbriefe und linker Bekennerschreiben und Positionspapiere
Literaturverzeichnis: Seite 293-295
Physical Description:Online Resource
ISBN:9783111335186
9783111335247
DOI:10.1515/9783111335186
Access:Open Access