Sternummetastase oder parasternales Rezidiv bei Mammakarzinom?: Aussagewert der Sonographie = Bone mesastasis of the sternum or parasternal recurrence in breast cancer?

Wegen ausgeprägter Tendenz zur ossären Metastasierung werden Raumforderungen im Sternalbereich bei Mammakarzinom meist als Skelett- und nicht als Lymphknotenbefall gewertet, selbst bei solitärer Läsion, medialem Tumorsitz, positivem axillärem Lymphkotenstatus sowie negativem Röntgen- und Szint...

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Main Authors: Mende, Ulrich (Author) , Huober, Jens (Author) , Schmid, Hans (Author) , Winterbauer, Tina (Author) , Bastert, Gunther (Author) , Wannenmacher, Michael (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 1996
In: Der Radiologe
Year: 1996, Volume: 36, Issue: 1, Pages: 22-30
ISSN:1432-2102
DOI:10.1007/s001170050035
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s001170050035
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Author Notes:U. Mende, J. Huober, H. Schmid, T. Winterbauer, G. Bastert, M. Wannenmacher
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Summary:Wegen ausgeprägter Tendenz zur ossären Metastasierung werden Raumforderungen im Sternalbereich bei Mammakarzinom meist als Skelett- und nicht als Lymphknotenbefall gewertet, selbst bei solitärer Läsion, medialem Tumorsitz, positivem axillärem Lymphkotenstatus sowie negativem Röntgen- und Szintigraphiebefund. Die sonographischen Untersuchungen an 115 Patientinnen mit klinischem oder szintigraphischem Verdacht auf sternale Metastasierung bei Mammakarzinom zeigten jedoch nur in 27,8 % der Fälle die typischen ossären Sternummetastasen mit kleinem Weichteiltumor, in 59,1 % dagegen parasternale Rezidive, in 5,2 % beides. Nichttumorös bedingt waren 6,1 %, unklare Befunde nur 1,7 %. Die singuläre ossäre Metastase des Sternums war die Ausnahme, meist lag dann polytoper Skelettbefall vor, nicht dagegen bei parasternalem Rezidiv. Dieses war bei medialem Primärtumorsitz massiv überrepräsentiert. Röntgenaufnahmen des Thorax oder des Sternums waren hier häufig falsch-negativ und wenig verläßlich, das Skelettszintigramm nur bei sekundärer Sternuminfiltration oder bei ossärer Metastasierung positiv. Dabei stellte die Sonographie hinsichtlich Aussagekraft und Kosten das bildgebende Verfahren der ersten Wahl für Diagnose, Therapieplanung und Nachsorge von Raumforderungen im Sternalbereich dar, ergänzt durch CT bzw. MRT bei ausgedehnten Tumoren mit Invasion des Mediastinums.
Item Description:Elektronische Reproduktion der Druck-Ausgabe 19. Dezember 2012
Gesehen am 04.03.2023
Physical Description:Online Resource
ISSN:1432-2102
DOI:10.1007/s001170050035