Die radiochemotherapieinduzierte Mukositis der Mund- und Rachenschleimhaut: ein immunologisches Problem?

Die Mukositis der Mund- und Rachenschleimhaut bei kombinierter Radiochemotherapie kann einen derart schweren Verlauf nehmen, dass die Therapie unter- oder gar abgebrochen werden muss. Die Effizienz dieser Therapieform wird vermindert. Die Rolle des Speichelsekrets bei entzÜndlichen VerÄnderungen w...

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Main Authors: Hittel, Jens-Peter (Author) , Daniel, Volker (Author) , Rudat, Volker (Author) , Dietz, Andreas (Author)
Format: Article (Journal)
Language:English
Published: 1996
In: Oto-Rhino-Laryngologia nova
Year: 1996, Volume: 6, Issue: 2, Pages: 116-121
ISSN:1423-0283
DOI:10.1159/000313251
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1159/000313251
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Author Notes:J.-P. Hittel, V. Daniel, V. Rudat, A. Dietz
Description
Summary:Die Mukositis der Mund- und Rachenschleimhaut bei kombinierter Radiochemotherapie kann einen derart schweren Verlauf nehmen, dass die Therapie unter- oder gar abgebrochen werden muss. Die Effizienz dieser Therapieform wird vermindert. Die Rolle des Speichelsekrets bei entzÜndlichen VerÄnderungen wurde bisher nur z.B. durch Elekrolytverschiebungen, pH-WertÄnderungen oder IgA-Konzentration dokumentiert. Im Speichelsekret der Glandula parotis konnten bei Normalpersonen, Patienten mit entzÜndlichtraumatischen SchleimhautverÄnderungen und bei radiochemotherapieinduzierter Mukositis (WHO-Grade 2-3) Zytokine durch ELISA-Technik bestimmt werden. In der Gruppe der entzÜndlichen Schleimhauterkrankungen und in der Gruppe der Mukositispatienten zeichnete sich ein spezifisches «inflammatorisches» Zytokinprofil ab, welches im Patientenserum nicht nachweisbar war. Eine weitere Differenzierung zwischen viraler oder bakterieller EntzÜndung sowie Mukositis war nicht mÖglich. Nach den vorliegenden Ergebnissen scheint der Transformationswachstumsfaktor wegen seiner chemotaktischen und antimitotischen Eigenschaften hypothetisch fur einen lokalen Einsatz zur Mukositisprophylaxe vor kombinierter Radiochemotherapie, insbesondere als lokale SpÜllÖsung, besonders geeignet. Der Nachweis von Zytokinen im Speichelsekret belegt ihre lokale Wirksamkeit auf Schleimhautebene.
Item Description:Elektronische Reproduktion der Druck-Ausgabe 9. April 2010
Gesehen am 22.08.2024
Physical Description:Online Resource
ISSN:1423-0283
DOI:10.1159/000313251