Krisis: die ontologische Grundentscheidung bei Parmenides

Am Beginn der europäischen Philosophie steht Parmenides. Sein Denken besteht in einer Lehre vom Sein, die, wie bereits Nietzsche erkennt, „das vorsokratische Denken in zwei Hälften“ scheidet. Anhand der Entscheidung zwischen drei Wegen, die insgesamt auf dem Unterschied zwischen Sein und Nichtsein...

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Bibliographic Details
Main Author: Cürsgen, Dirk (Author)
Format: Book/Monograph
Language:German
Published: Berlin epubli 2024
Heidelberg Universitätsbibliothek Heidelberg 2024
DOI:10.11588/heidok.00035277
Online Access:Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-352778
Resolving-System, kostenfrei: https://doi.org/10.11588/heidok.00035277
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/35277
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Author Notes:Dirk Cürsgen
Description
Summary:Am Beginn der europäischen Philosophie steht Parmenides. Sein Denken besteht in einer Lehre vom Sein, die, wie bereits Nietzsche erkennt, „das vorsokratische Denken in zwei Hälften“ scheidet. Anhand der Entscheidung zwischen drei Wegen, die insgesamt auf dem Unterschied zwischen Sein und Nichtsein beruhen, erscheint dem Denken die Wahrheit als Entscheidung eines Unterschieds. Aus ihr wird die Wahrheit verstehbar und nachvollziehbar; die Ontologie gelangt somit zu ihrer fundamentalen Einsicht vermittels der Hermeneutik der Entscheidung. Die Wahrheit selbst jedoch steht hinter jedem Unterschied, in jedem Unterschied ist sie in ihrem Anderen. Im Erscheinen der Entscheidung des ersten, maßgeblichen und unausweichlichen Unterschieds vermag das Denken die Wahrheit des Seins anzuerkennen und sich selbst als unabdingbaren Teil dieser Wahrheit zu sehen, die nie angefangen hat, sich nie ändert und nie enden wird.
Parmenides stands at the inception of European philosophy. His thought consists of a doctrine of Being which—as Nietzsche already recognized—divides "Presocratic thought into two halves." Through the choice between three paths—all of which rest upon the distinction between Being and non-being—truth reveals itself to thought as the determination of a distinction. It is through this that truth becomes intelligible and comprehensible; ontology thus arrives at its fundamental insight by way of the hermeneutics of decision. Yet truth itself stands behind every distinction; within every distinction, it exists in its "other." In the emergence of the decision regarding this primary, decisive, and inescapable distinction, thought is able to acknowledge the truth of Being and to view itself as an indispensable part of that truth—a truth that never began, never changes, and will never end. [Mit KI übersetzt]
Physical Description:Online Resource
DOI:10.11588/heidok.00035277