„Cancer of unknown primary“: histologische und molekularpathologische Grundlagen in der Diagnostik

Das CUP-Syndrom („cancer of unknown primary“) bedarf einer multimodalen Diagnostik, die alle beteiligten Fachdisziplinen einschließt. Die Diagnostik ist herausfordernd; jeweils hohe Fachexpertise ist notwendig. Konzeptionell basiert die heute eingesetzte CUP-Diagnostik auf der Sicherung der Malignom...

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Main Authors: Bochtler, Tilmann (Author) , Becker, Heiko (Author) , Stenzinger, Albrecht (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 15 January 2024
In: Die Onkologie
Year: 2024, Volume: 30, Issue: 3, Pages: 188-195
ISSN:2731-7234
DOI:10.1007/s00761-023-01442-6
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00761-023-01442-6
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Author Notes:Tilmann Bochtler, Heiko Becker, Albrecht Stenzinger
Description
Summary:Das CUP-Syndrom („cancer of unknown primary“) bedarf einer multimodalen Diagnostik, die alle beteiligten Fachdisziplinen einschließt. Die Diagnostik ist herausfordernd; jeweils hohe Fachexpertise ist notwendig. Konzeptionell basiert die heute eingesetzte CUP-Diagnostik auf der Sicherung der Malignomdiagnose sowie auf der Rückverfolgung des Tumors auf das Ursprungsgewebe (Identifizierung des „eigentlichen“ Tumortyps). Dieser Ansatz bedarf einer Integration verschiedener Diagnostikverfahren (bspw. Bildgebung, Morphologie einschl. Immunhistochemie und molekularer Verfahren), um eine hohe Spezifität der Diagnostik zu erreichen. Hierbei kann das molekulare Profil Hinweise auf den mutmaßlichen Primärtumor liefern und ist besonders hilfreich bei Patienten/-innen mit einer vorangegangenen Tumorerkrankung, um den klonalen Zusammenhang zwischen beiden Tumorerkrankungen aufzuklären. Gleichzeitig gewinnt auch die Identifizierung prädiktiver Biomarker und therapeutischer Zielstrukturen zunehmend an Bedeutung. Diese Konstellation beeinflusst den diagnostischen Arbeitsfluss und erfordert die Nutzung komplementärer Verfahren. Dabei wird der Einsatz molekularer Untersuchungen aus dem Blut, sog. Liquid Biopsies, zunehmend auch in der klinischen Routine eingesetzt. Aus biologischer und klinischer Sicht stellt sich die Frage, ob das Konzept der Rückverfolgung auf das Ursprungsgewebe und entsprechend daran ausgerichteter Therapie für alle Tumoren der heterogenen CUP-Gruppe sinnvoll ist oder ob ein neues diagnostisches Konzept notwendig ist, um das Überleben von betroffenen Patienten/-innen zu verbessern.
Item Description:Gesehen am 13.09.2024
Physical Description:Online Resource
ISSN:2731-7234
DOI:10.1007/s00761-023-01442-6