Der Bettler: ein Lustspiel in einem Aufzuge

Johann Christian Bock (1724–1785), der 1772 bis 1778 als Theaterdichter und Dramaturg an Friedrich Ludwig Schröders Hamburger Theater wirkte, bezeichnet sein Lustspiel Der Bettler (1771) als »wahre Geschichte«. Sie liest sich wie eine ›Moralische Erzählung‹ von einem jungen Mann aus gutem Hause, d...

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Bibliographic Details
Main Author: Bock, Johann Christian (Author)
Other Authors: Bohnengel, Julia (Editor, waw) , Košenina, Alexander (Editor, waw)
Format: Book/Monograph
Language:German
Published: Hannover Wehrhahn Verlag 2024
Edition:1. Auflage
Series:Theatertexte 92
In: Theatertexte (92)

Subjects:
Online Access:https://www.wehrhahn-verlag.de/public/images/products/1720098250_TT%2092%20Bock%20Bettler%20Umschlag%20100dpi.jpghttps://boxup.uni-potsdam.de/apps/files/files/337056619?dir=/&enableSharing=true&fileid=73729998&openfile=true: https://www.wehrhahn-verlag.de/public/images/products/1720098250_TT%2092%20Bock%20Bettler%20Umschlag%20100dpi.jpghttps://boxup.uni-potsdam.de/apps/files/files/337056619?dir=/&enableSharing=true&fileid=73729998&openfile=true
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Author Notes:Johann Christian Bock ; mit einem Nachwort herausgegeben von Julia Bohnengel und Alexander Košenina
Description
Summary:Johann Christian Bock (1724–1785), der 1772 bis 1778 als Theaterdichter und Dramaturg an Friedrich Ludwig Schröders Hamburger Theater wirkte, bezeichnet sein Lustspiel Der Bettler (1771) als »wahre Geschichte«. Sie liest sich wie eine ›Moralische Erzählung‹ von einem jungen Mann aus gutem Hause, der sich den Avancen seiner Stiefmutter widersetzt und dafür verstoßen wird. Durch die Wohltätigkeit der Pachterstochter gelingt dem verlorenen Sohn schließlich die Heimkehr, nach einer rührenden Wiedererkennung und Vergebung durch den Vater darf er sie sogar heiraten. Mit diesem häufig nachgedruckten und nicht nur in Hamburg, Weimar und Wien erfolgreich aufgeführten Stück leistet Bock einen frühen Beitrag zum ›sozialen Drama‹. Denn es wirbt für wohltätige Menschenliebe, durchaus im Sinne der gleichzeitig entstehenden reformpädagogischen Bewegung des Philanthropismus. Der Vater und Herr des Rittergutes verbietet die Bettelei, der Pachter und seine Tochter sowie ein Landedelmann versuchen hingegen Vorurteile zu zerstreuen. In bestimmten Fällen rechtfertigen sie sogar den Ungehorsam gegen die Obrigkeit. Damit sensibilisiert das Stück in didaktischer Absicht für gesellschaftliche Außenseiter.
ISBN:9783988590558
398859055X