Tod und Gemeinschaft: die politische Instrumentalisierung der Toten des deutschen Linksterrorismus 1971-1977

Die Geschichte des deutschen Linksterrorismus ist ohne die politische Instrumentalisierung der Menschen, die in dem Kampf zwischen den selbsternannten „Stadtguerilla"-Gruppen und dem Staat zu Tode kamen, nicht zu verstehen. Politiker, Medien und die radikale Linke stritten sich sowohl um die Op...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Lenk, Kevin (Verfasst von)
Dokumenttyp: Buch/Monographie Hochschulschrift
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Berlin De Gruyter Oldenbourg [2024]
Schriftenreihe:Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 149
In: Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte (Band 149)

DOI:10.1515/9783111510866
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, lizenzpflichtig: https://doi.org/10.1515/9783111510866
Verlag, lizenzpflichtig: https://www.degruyterbrill.com/isbn/9783111510866
Verlag, Cover: https://www.degruyterbrill.com/document/cover/isbn/9783111510866/original
Verlag, H-Soz-Kult, Rezension: https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-151551
Volltext
Verfasserangaben:Kevin Lenk
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Geschichte des deutschen Linksterrorismus ist ohne die politische Instrumentalisierung der Menschen, die in dem Kampf zwischen den selbsternannten „Stadtguerilla"-Gruppen und dem Staat zu Tode kamen, nicht zu verstehen. Politiker, Medien und die radikale Linke stritten sich sowohl um die Opfer als auch um die toten Terroristen und fragten, wie ihr Vermächtnis zu bewerten sei. Kevin Lenk untersucht diese Deutungskämpfe und zeichnet nach, wie die Toten zu Helden, Märtyrern oder Feindbildern gemacht wurden. Er fragt, welche Auswirkungen die Instrumentalisierung der Toten auf den Konflikt selbst sowie die Entwicklung der politischen Kultur der Bundesrepublik hatte. Dabei wird ersichtlich: Die Konfrontation zwischen den Terroristen und dem Staat deeskalierte, wenn es Akteuren nicht gelang, einem Tod einen eindeutigen Sinn zuzuschreiben, und sich folglich keine politische Gemeinschaft daraus entwickelte. Andererseits erschweren die Darstellungsweisen von Terrorismusopfern, die damals geprägt wurden, noch heute den Umgang mit politischer Gewalt und ihren Betroffenen in der Bundesrepublik
The people who lost their lives in the confrontation between German left-wing terrorists and the state were not ordinary victims. The interpretative battles that raged around them played a major role in the bloody confrontation. Kevin Lenk traces those battles, showing that the history of left-wing terrorism and its impact on the Federal Republic of Germany cannot be understood without considering the political instrumentalization of its victims
Beschreibung:"Erstgutachterin: Prof. Dr. Gabriele Metzler, Zweitgutachter: Prof. Dr. Habbo Knoch, Drittgutachterin: Prof. Dr. Birgit Aschmann" (Rückseite der Titelseite)
Beschreibung:Online Resource
ISBN:9783111512372
9783111510866
DOI:10.1515/9783111510866
Zugangseinschränkungen:Restricted Access