The military and autocratic regime crises: soldiers in coups and mass mobilization
In autocratic regime crises such as coups and mass mobilization, soldiers determine the fate of political regimes and their leaders. Across the realm of autocracies, however, the military’s behavior varies starkly with regard to coups and mass mobilization: Some armed forces in autocracies stage no...
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| Main Author: | |
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| Format: | Book/Monograph Thesis |
| Language: | English |
| Published: |
Heidelberg
2024
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| DOI: | 10.11588/heidok.00036061 |
| Subjects: | |
| Online Access: | Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-360612 Resolving-System, kostenfrei: https://doi.org/10.11588/heidok.00036061 Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/36061 Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-360612 Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, kostenfrei: https://d-nb.info/1355907489/34 |
| Author Notes: | vorgelegt von Tanja Eschenauer-Engler ; Begutachtung Prof. Dr. Jale Tosun (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) [und weitere Begutachter / Betreuer] |
| Summary: | In autocratic regime crises such as coups and mass mobilization, soldiers determine the fate of political regimes and their leaders. Across the realm of autocracies, however, the military’s behavior varies starkly with regard to coups and mass mobilization: Some armed forces in autocracies stage no or very few coups, while others repeatedly intervene into the political process. And while some armed forces crack down on popular protests, others refuse to use military force against protesters and defect from the regime. The stark variation of military behavior in these two types of crises has prompted a large body of research, yet several conceptual, methodological, and empirical shortcomings have hampered a deeper understanding of the armed forces’ role in autocratic regime crises. The most important of these shortcomings is that the military has mainly been treated as a unitary actor and thus the preferences and varying behavior of different groups within the armed forces have not been taken adequately into account. Consisting of five papers, this cumulative dissertation enhances and refines our knowledge on autocratic regime crises by conceptualizing, theorizing, and testing the behavior of different intra-military groups in coups and during massive anti-regime mobilization. The first paper introduces a novel hand-coded coup dataset on the identity of all leaders of the 474 coups from 1950 to 2020 and shows that successful and failed coups by senior, mid-ranking, and junior officers entail different prospects for post-coup democratization. The second paper uses the data presented in the previous paper and distinguishes between senior-officer coups and junior-officer coups. It shows that nonviolent anti-regime mobilization encourages coup attempts by both senior and junior officers, but has a stronger effect on coups by junior officers. Conversely, violent mobilization only spurs coups by the military’s top brass and is not consistently linked to coups by junior officers. In the third paper, employing a series of Heckman probit regressions, I show that autocracies exerting tight control over the media face a lower likelihood of both coup attempts and coup success. By disaggregating coups into regime-change and leader-reshuffling coups, the empirical analysis uncovers that the restraining effect of tight media control on coups particularly applies to regime-change coups. The fourth paper studies military leaderships’ reactions to massive peaceful protests in autocracies from a set-theoretic perspective. Using a crisp-set QCA, I show that the military elites’ behavior amid massive revolutionary uprising results from a complex interplay of relevant factors and that different combinations of these factors are at work in different socio-political environments. The fifth paper introduces a novel dataset to capture the military’s political role in regimes and underlines how the armed forces’ engagement in mass mobilization and coup-plotting shapes the military’s position in a polity for the years to come. With democracy being increasingly under stress around the globe and autocratization processes taking root in many countries, it is important to enhance our knowledge on how non-democratic leaders organize their rule and how autocracies prevent and survive political crises. In light of these alarming developments, this dissertation contributes to a better understanding of how dictators embed officers into their rule, retain the loyalty of soldiers, and set up measures to deter and survive threats originating in the military. In Krisensituationen autokratischer Regime – etwa bei Putschen oder Massenmobilisierungen – entscheiden Soldaten über das Schicksal politischer Systeme und deren Führungskräfte. Das Verhalten des Militärs in Autokratien unterscheidet sich jedoch erheblich: Während einige Streitkräfte keine oder nur sehr wenige Putschversuche unternehmen, greifen andere wiederholt in den politischen Prozess ein. Zudem gehen einige Streitkräfte gewaltsam gegen Proteste in der Bevölkerung vor, wohingegen andere den Einsatz militärischer Gewalt verweigern und dem Regime die Gefolgschaft aufkündigen. Diese ausgeprägten Unterschiede im militärischen Verhalten während derartiger Krisen haben zu einer umfangreichen Forschung geführt; dennoch haben konzeptionelle, methodische und empirische Defizite ein tieferes Verständnis der Rolle des Militärs in autokratischen Krisen erschwert. Das gravierendste dieser Defizite besteht darin, dass das Militär zumeist als einheitlicher Akteur betrachtet wurde, wodurch die Präferenzen und das unterschiedliche Verhalten verschiedener Gruppen innerhalb der Streitkräfte nicht hinreichend berücksichtigt wurden. Die vorliegende kumulative Dissertation, die fünf Forschungsarbeiten umfasst, erweitert und präzisiert das Wissen über Krisen autokratischer Regime, indem sie das Verhalten verschiedener militärinterner Gruppen bei Putschen und massiven Mobilisierungen gegen das Regime konzeptualisiert, theoretisch einordnet und empirisch untersucht. Die erste Arbeit stellt einen neuartigen, manuell erstellten Datensatz zu Putschen vor, der Informationen zur Identität aller Anführer von 474 Putschversuchen im Zeitraum von 1950 bis 2020 enthält; sie zeigt auf, dass erfolgreiche wie gescheiterte Putsche – je nachdem, ob sie von hochrangigen Offizieren, Offizieren mittleren Ranges oder jüngeren Offizieren angeführt werden – unterschiedliche Auswirkungen auf die Demokratisierungschancen nach dem Umsturz haben. Die zweite Arbeit greift auf die im vorangegangenen Beitrag präsentierten Daten zurück und unterscheidet zwischen Putschen hochrangiger Offiziere und solchen jüngerer Offiziere. Sie belegt, dass gewaltfreie Mobilisierungen gegen das Regime Putschversuche sowohl hochrangiger als auch jüngerer Offiziere begünstigen, wobei der Effekt bei jüngeren Offizieren stärker ausgeprägt ist. Im Gegensatz dazu lösen gewaltsame Mobilisierungen lediglich Putschversuche der militärischen Führungsebene aus, zeigen jedoch keinen konsistenten Zusammenhang mit Putschen jüngerer Offiziere. In der dritten Arbeit zeige ich mittels Heckman-Probit-Regressionen, dass Autokratien mit strenger Medienkontrolle eine geringere Wahrscheinlichkeit sowohl für Putschversuche als auch für erfolgreiche Putsche aufweisen. Durch die Differenzierung zwischen Putschen, die auf einen Systemwechsel abzielen, und solchen, die lediglich einen Austausch der Führungspersonen zum Ziel haben, offenbart die empirische Analyse, dass die hemmende Wirkung strenger Medienkontrolle insbesondere bei Putschen mit dem Ziel eines Systemwechsels zum Tragen kommt. Die vierte Arbeit untersucht aus mengen-theoretischer Perspektive die Reaktionen militärischer Führungskräfte auf massive friedliche Proteste in Autokratien. Unter Verwendung einer „Crisp-Set QCA“ (Qualitative Comparative Analysis mit dichotomen Mengen) zeige ich, dass das Verhalten der militärischen Eliten angesichts massiver revolutionärer Aufstände aus einem komplexen Zusammenspiel relevanter Faktoren resultiert und dass in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten jeweils verschiedene Kombinationen dieser Faktoren wirksam sind. Die fünfte Arbeit stellt einen neuartigen Datensatz zur Erfassung der politischen Rolle des Militärs in verschiedenen Regimen vor und verdeutlicht, wie das Verhalten der Streitkräfte im Kontext von Massenmobilisierung und Putschversuchen die Stellung des Militärs im politischen System auf Jahre hinaus prägt. Angesichts des weltweiten Drucks auf die Demokratie und der in vielen Ländern fortschreitenden Autokratisierung ist es wichtig, unser Wissen darüber zu erweitern, wie nicht-demokratische Machthaber ihre Herrschaft organisieren und wie Autokratien politischen Krisen vorbeugen bzw. diese überstehen. Vor dem Hintergrund dieser besorgniserregenden Entwicklungen leistet die vorliegende Dissertation einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der Frage, wie Diktatoren Offiziere in ihre Herrschaftsstruktur einbinden, die Loyalität der Soldaten sichern und Maßnahmen ergreifen, um aus dem Militär erwachsende Bedrohungen abzuschrecken oder zu überstehen. [Mit KI übersetzt] |
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| Physical Description: | Online Resource |
| DOI: | 10.11588/heidok.00036061 |