Die Entscheidungsfindung von Richtern: die Eignung der Berufung als Fehlerkorrektur vor dem Hintergrund statistischer und psychologischer Befunde

Kognitive Verzerrungen können den Entscheidungsvorgang von Richtern und damit auch deren Urteil in der Sache beeinflussen. Was bedeutet das für die zivilrechtliche Berufung? Kann sie ihren Zweck, die Korrektur erstinstanzlicher Entscheidungen, gut erfüllen oder sind Berufungsgerichte ihrerseits v...

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Bibliographic Details
Main Author: Warmuth, Cara (Author)
Format: Book/Monograph Thesis
Language:German
Published: Berlin Duncker & Humblot [2025]
Series:Schriften zum Prozessrecht Band 313
In: Schriften zum Prozessrecht (Band 313)

Subjects:
Online Access:Verlag, Inhaltstext: https://deposit.dnb.de/cgi-bin/dokserv?id=a67c252873e64822be8c6568efccd4fe
Verlag, Inhaltstext: http://www.duncker-Humblot.de
Verlag, Inhaltstext: https://www.duncker-humblot.de/9783428190447
Verlag, Cover: https://www.dietmardreier.de/annot/564C42696D677C7C393738333432383139303434377C7C434F50.jpg?sq=1
Verlag, Inhaltsverzeichnis: https://d-nb.info/1358341435/04
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Author Notes:von Cara Warmuth
Description
Summary:Kognitive Verzerrungen können den Entscheidungsvorgang von Richtern und damit auch deren Urteil in der Sache beeinflussen. Was bedeutet das für die zivilrechtliche Berufung? Kann sie ihren Zweck, die Korrektur erstinstanzlicher Entscheidungen, gut erfüllen oder sind Berufungsgerichte ihrerseits von kognitiven Verzerrungen betroffen? Cara Warmuth befasst sich mit dieser Frage, indem sie statistische Methoden und Erkenntnisse der Psychologie in ihre rechtswissenschaftliche Analyse einbindet. Die Autorin gibt nicht nur einen umfassenden Überblick über den psychologischen Forschungsstand zu kognitiven Verzerrungen bei richterlichen Entscheidungen und konkret bei Berufungsentscheidungen, sondern hat auch eine eigene experimentelle Studie zu kognitiven Verzerrungen mit 136 Berufungsrichtern an deutschen Gerichten durchgeführt, deren Ergebnisse hier berichtet werden. Danach unterliegen Berufungsrichter einer kognitiven Verzerrung, und zwar dem berufungsspezifischen Bestätigungs-Bias. Das führt zu einer irrationalen Tendenz, das erstinstanzliche Urteil aufrechtzuerhalten. Cara Warmuth untermauert ihre psychologischen Befunde durch Auswertungen amtlicher Statistik und macht darüber hinaus neues statistisches Material, u.a. zu Kollegialentscheidungen, zugänglich. "The Decision-Making of Judges: On the Suitability of Appeal as a Means of Judicial Error Correction Against the Background of Statistical and Psychological Findings": The book examines cognitive biases in judicial decisions and specifically in appeal decisions. In doing so, Cara Warmuth includes methods and findings from statistics and psychology in her legal analysis. Her experimental study with 136 judges shows that appeal judges may tend to confirm the first-instance decision in an irrational way. To avoid this appeal-specific affirmation bias, the author proposes, among other things, a preliminary blind procedure at the courts of appeal
Item Description:Dissertation eingereicht unter dem Titel: Warum Berufung? Zweck eines zweitinstanzlichen Rechtsmittels im Zivilprozess vor dem Hintergrund statistischer und psychologischer Befunde
ISBN:9783428190447
3428190440