Diagnostik beim multiplen Myelom

Das multiple Myelom ist eine der häufigsten hämatologischen Erkrankungen mit zunehmender Inzidenz. Die frühzeitige Diagnose sowie der rasche Beginn einer effektiven Systemtherapie sind entscheidend, um bleibende körperliche Beeinträchtigungen zu verhindern. Die Diagnostik sollte immer eine ausf...

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: John, Lukas (VerfasserIn) , Weinhold, Niels (VerfasserIn) , Raab, Marc-Steffen (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2025
In: Onkologie
Year: 2025, Jahrgang: 31, Pages: 358-364
ISSN:1423-0240
DOI:10.1007/s00761-024-01652-6
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00761-024-01652-6
Volltext
Verfasserangaben:Lukas John, Niels Weinhold, Marc-Steffen Raab
Beschreibung
Zusammenfassung:Das multiple Myelom ist eine der häufigsten hämatologischen Erkrankungen mit zunehmender Inzidenz. Die frühzeitige Diagnose sowie der rasche Beginn einer effektiven Systemtherapie sind entscheidend, um bleibende körperliche Beeinträchtigungen zu verhindern. Die Diagnostik sollte immer eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung, diverse laborchemische Parameter, Knochenmarkpunktion und eine Skelettbildgebung beinhalten. Die Anamnese und körperliche Untersuchung sollten auch dazu dienen, sich entwickelnde Notfälle zu erkennen und zu vermeiden. Daher ist es erforderlich, dabei auf mögliche Anzeichen für drohende Frakturen und neurologische Ausfälle zu achten. Beginnende oder manifeste Nierenfunktionsstörungen bedürfen ebenfalls einer möglichst raschen Abklärung. Laboruntersuchungen mit dem Nachweis von monoklonalem Protein sind für die Diagnosesicherung essenziell, während die Routinediagnostik, insbesondere die Bestimmung des Serumkalziums und der Nierenfunktion, Hinweise auf die Dringlichkeit der Therapieeinleitung gibt. Die Skelettbildgebung in Form einer Ganzkörper-Computertomographie (CT) ist unverzichtbar, um Osteolysen zu identifizieren und das Frakturrisiko abzuschätzen. Ganzkörper-Magnetresonanztomographie (MRT) oder Positronenemissionstomographie(PET)-CT können helfen, ein therapiebedürftiges Myelom von indolenten Vorstufen abzugrenzen. Mit der Knochenmarkpunktion sind die Diagnosesicherung und zytogenetische Analysen sowie moderne molekulare Methoden möglich, die in der Diagnostik und Prognosebewertung eine immer größere Rolle spielen. Diese Techniken helfen dabei, die individuelle Risikostratifizierung zu verbessern und Therapieansätze zu optimieren. Von großer Bedeutung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Diagnostik, um eine bestmögliche Versorgung der Patienten zu gewährleisten.
Beschreibung:Gesehen am 25.03.2025
Online veröffentlicht: 8. Januar 2025
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1423-0240
DOI:10.1007/s00761-024-01652-6