Consolidating power: strategies and tactics of executive aggrandizement the autocratic expansion model in Indonesia, the Philippines, and Thailand
What happens when democratically elected leaders, entrusted with safeguarding democracy, begin to erode its very foundation? This study argues that leaders in third-wave democracies, often responding to (perceived) threats, undermine a core pillar of democracy: accountability. By weakening these mec...
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| Main Author: | |
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| Format: | Book/Monograph Thesis |
| Language: | English |
| Published: |
Heidelberg
06 Jun. 2025
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| DOI: | 10.11588/heidok.00036670 |
| Subjects: | |
| Online Access: | Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-366709 Resolving-System, kostenfrei: https://doi.org/10.11588/heidok.00036670 Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/36670 Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-366709 Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, kostenfrei: https://d-nb.info/1368085253/34 |
| Author Notes: | vorgelegt von Carmen Wintergerst ; Erstgutachter: Prof. Dr. Aurel Croissant, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg [und ein weiterer Gutachter] |
| Summary: | What happens when democratically elected leaders, entrusted with safeguarding democracy, begin to erode its very foundation? This study argues that leaders in third-wave democracies, often responding to (perceived) threats, undermine a core pillar of democracy: accountability. By weakening these mechanisms, they not only secure their grip on power but also set the stage for the gradual decline of democratic qualities. Central to the analysis is a two-pronged framework: institutional capture and social silencing. Institutional capture encompasses the co-optation or weakening of formal democratic structures, such as the judiciary, legislature, and electoral bodies, while social silencing involves suppressing dissent and neutralizing opposition to foster a culture of compliance. Together, these strategies illustrate how formal and informal strategies interact to enable the steady consolidation of power. Focusing on Southeast Asia, the study situates these processes within unique historical and socio-political contexts. Factors such as authoritarian legacies, socio-economic cleavages, and weak institutionalization are explored as enablers of executive aggrandizement. A key finding is the significance of timing and strategy in shaping the trajectory of aggrandizement. Leaders who combine preventive tactics, those establishing legal foundations for autocratization, with reactive tactics, those exploiting crises to justify power consolidation, achieve more enduring executive control. However, over-reliance on reactive measures risks backlash and public unrest, while preventive tactics often erode democratic norms but cannot guarantee indefinite dominance due to possible growing public discontent and the prospect of being voted out of office. A second key finding challenges the assumption that aggrandizement always reflects calculated intent, showing that it can also arise unintentionally from systemic fragilities or crisis responses. This is not to say, however, that aggrandizement, cannot, at one point or another, become a calculated and deliberate move on the part of the incumbent. Overall, the study is also a call for action by emphasizing that countering executive aggrandizement requires collective resistance, involving both institutional actors, such as the judiciary and legislature, and extra-institutional forces, including civil society, and the media. Fostering resilient democratic institutions and a vigilant civil society are then the roots of deterring aggrandizement. Building institutional strength involves not only safeguarding legal frameworks but also nurturing a political culture that values transparency, accountability, and inclusivity. Similarly, empowering civil society and media to operate without fear of reprisal ensures that dissenting voices and alternative perspectives remain a visible and influential part of public discourse. While these efforts cannot always immediately reverse the tide of democratic decline, they lay the groundwork for long-term recovery and the restoration of democratic governance. A crucial aspect of this recovery is the ability to learn from historical patterns of aggrandizement, using these lessons to preemptively address vulnerabilities in democratic systems. Ultimately, the collective defense of democracy is not only about curbing executive overreach but also about sustaining a political environment where accountability, plurality, and citizen engagement flourish.# Was geschieht, wenn demokratisch gewählte Führungskräfte, denen der Schutz der Demokratie anvertraut ist, deren Fundament zu untergraben beginnen? Die vorliegende Studie legt dar, dass Führungskräfte in Demokratien der „dritten Welle“ – oft als Reaktion auf (vermeintliche) Bedrohungen – eine tragende Säule der Demokratie schwächen: die Rechenschaftspflicht. Durch die Schwächung dieser Mechanismen sichern sie nicht nur ihre Machtposition, sondern bereiten auch den Boden für den schleichenden Verlust demokratischer Qualität. Im Zentrum der Analyse steht ein zweigeteilter theoretischer Rahmen: die Vereinnahmung von Institutionen (*institutional capture*) und das gesellschaftliche Mundtotmachen (*social silencing*). Die Vereinnahmung von Institutionen umfasst die Kooptierung oder Schwächung formaler demokratischer Strukturen – etwa der Justiz, der Legislative und der Wahlbehörden –, während das gesellschaftliche Mundtotmachen die Unterdrückung von Dissens und die Neutralisierung der Opposition beinhaltet, um eine Kultur der Konformität zu fördern. Zusammengenommen veranschaulichen diese Strategien das Zusammenspiel formaler und informaler Vorgehensweisen, die eine stetige Machtkonsolidierung ermöglichen. Mit Fokus auf Südostasien bettet die Studie diese Prozesse in spezifische historische und gesellschaftspolitische Kontexte ein. Faktoren wie autoritäre Altlasten, sozioökonomische Spaltungen und eine schwache Institutionalisierung werden als begünstigende Bedingungen für die Ausweitung exekutiver Macht untersucht. Ein zentrales Ergebnis ist die Bedeutung von Timing und Strategie für den Verlauf dieser Machtausweitung. Führungskräfte, die präventive Taktiken (Schaffung rechtlicher Grundlagen für eine Autokratisierung) mit reaktiven Taktiken (Nutzung von Krisen zur Rechtfertigung der Machtkonsolidierung) kombinieren, erzielen eine dauerhaftere Kontrolle der Exekutive. Allerdings birgt eine übermäßige Abhängigkeit von reaktiven Maßnahmen das Risiko von Gegenreaktionen und öffentlichem Unmut; präventive Taktiken wiederum untergraben zwar demokratische Normen, können aber aufgrund potenziell wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung und der Gefahr einer Abwahl keine dauerhafte Vorherrschaft garantieren. Eine zweite wichtige Erkenntnis stellt die Annahme infrage, dass die Ausweitung exekutiver Macht stets auf kalkulierter Absicht beruht; sie zeigt vielmehr, dass diese auch unbeabsichtigt aus systemischen Schwachstellen oder als Reaktion auf Krisen entstehen kann. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine solche Machtausweitung nicht zu einem späteren Zeitpunkt zu einem kalkulierten und bewussten Schritt der Amtsinhaber werden kann. Insgesamt ist die Studie auch ein Aufruf zum Handeln: Sie betont, dass der Ausweitung exekutiver Macht nur durch kollektiven Widerstand begegnet werden kann, an dem sowohl institutionelle Akteure (wie Justiz und Legislative) als auch außerinstitutionelle Kräfte (einschließlich Zivilgesellschaft und Medien) beteiligt sind. Die Stärkung widerstandsfähiger demokratischer Institutionen und einer wachsamen Zivilgesellschaft bildet somit die Grundlage, um einer solchen Machtausweitung entgegenzuwirken. Der Aufbau institutioneller Stärke erfordert nicht nur die Absicherung rechtlicher Rahmenbedingungen, sondern auch die Förderung einer politischen Kultur, die Transparenz, Rechenschaftspflicht und Inklusivität hochhält. Ebenso stellt die Stärkung von Zivilgesellschaft und Medien – damit diese ohne Angst vor Repressalien agieren können – sicher, dass abweichende Stimmen und alternative Perspektiven ein sichtbarer und einflussreicher Bestandteil des öffentlichen Diskurses bleiben. Auch wenn diese Bemühungen den demokratischen Niedergang nicht immer sofort aufhalten können, schaffen sie doch die Grundlage für eine langfristige Erholung und die Wiederherstellung demokratischer Regierungsführung. Ein entscheidender Aspekt dieses Erholungsprozesses ist die Fähigkeit, aus historischen Mustern der Machtausweitung zu lernen und diese Erkenntnisse zu nutzen, um Schwachstellen in demokratischen Systemen präventiv anzugehen. Letztlich geht es bei der kollektiven Verteidigung der Demokratie nicht nur darum, eine übermäßige Ausweitung der Exekutivbefugnisse einzudämmen, sondern auch darum, ein politisches Umfeld zu bewahren, in dem Rechenschaftspflicht, Pluralität und Bürgerengagement gedeihen können. [Mit KI übersetzt] |
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| Physical Description: | Online Resource |
| DOI: | 10.11588/heidok.00036670 |