Interessenkonflikte bei wissenschaftlichen Publikationen und mögliche Konsequenzen

Die technologische Entwicklung in der Endourologie basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen medizinischer Expertise und industrieller Forschung. Diese Symbiose ist einerseits unverzichtbar für den medizinischen Fortschritt, birgt andererseits aber auch Interessenkonflikte. Am Beispiel der Th...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Herrmann, Jonas (VerfasserIn) , Netsch, Christopher (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: April 2025
In: Die Urologie
Year: 2025, Jahrgang: 64, Heft: 4, Pages: 352-357
ISSN:2731-7072
DOI:10.1007/s00120-025-02550-4
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00120-025-02550-4
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://link.springer.com/article/10.1007/s00120-025-02550-4
Volltext
Verfasserangaben:Jonas Herrmann, Christopher Netsch
Beschreibung
Zusammenfassung:Die technologische Entwicklung in der Endourologie basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen medizinischer Expertise und industrieller Forschung. Diese Symbiose ist einerseits unverzichtbar für den medizinischen Fortschritt, birgt andererseits aber auch Interessenkonflikte. Am Beispiel der Therapie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) werden verschiedene Mechanismen der industriellen Einflussnahme auf die wissenschaftliche Evidenz analysiert. Diese reichen von der selektiven Gestaltung von Studiendesigns über industriegesponserte Fortbildungsveranstaltungen bis hin zu direkten finanziellen Verbindungen zwischen Industrie und Ärzteschaft. Anhand der Fallbeispiele Aquablation®, Rezum® und UroLift® wird aufgezeigt, wie methodische Besonderheiten im Studiendesign und selektive Endpunktauswahl die Evidenzqualität beeinflussen können. Die Analyse verdeutlicht die Notwendigkeit, Wege zu finden, die einerseits technologische Innovation ermöglichen, andererseits aber die wissenschaftliche Unabhängigkeit wahren. Konkrete Lösungsansätze umfassen die Stärkung unabhängiger Forschungsförderung, die systematische Erfassung von Patientenpräferenzen und die strukturierte Nachverfolgung langfristiger Ergebnisse.
Beschreibung:Online veröffentlicht: 10. März 2025
Gesehen am 15.07.2025
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2731-7072
DOI:10.1007/s00120-025-02550-4