Gebremstes Gedenken in Belarus: Maly Trascjanec, der Holocaust und die Erinnerungskultur

Maly Trascjanec war einer der größten Vernichtungsorte des NS-Regimes in Osteuropa. In der europäischen Erinnerung der vergangenen Jahrzehnte kam er kaum vor. Nun gibt es eine große Gedenkstätte. Doch weder erfüllt sie die Anforderungen an einen Gedenk- und Lernort, noch ist Trascjanec ein europ...

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Bibliographic Details
Main Author: Novikaŭ, Sjarhej Jaŭhenavič (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2020
In: Osteuropa
Year: 2020, Volume: 70, Issue: 10/11, Pages: 399-418
ISSN:2509-3444
Subjects:
Online Access:Verlag, Volltext, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.jstor.org/stable/26989768
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Author Notes:Sjarhej Novikaǔ, Yuliya von Saal
Description
Summary:Maly Trascjanec war einer der größten Vernichtungsorte des NS-Regimes in Osteuropa. In der europäischen Erinnerung der vergangenen Jahrzehnte kam er kaum vor. Nun gibt es eine große Gedenkstätte. Doch weder erfüllt sie die Anforderungen an einen Gedenk- und Lernort, noch ist Trascjanec ein europäischer, transnationaler Ort der Erinnerung an den Holocaust. Zu sehr klaffen das ursprüngliche Konzept und das Ergebnis auseinander, zu stark wird die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit durch das politische Tagesgeschäft und die Ideologie der „belarussischen Staatlichkeit“ dominiert. Die Singularität des Holocaust geht in der Darstellung des Leids der „friedlichen Zivilbevölkerung“ verloren. Die Gedenklandschaft Maly Trascjanec ist ein Spiegel der belarussischen Erinnerungskultur.
Item Description:Literaturangaben
Gesehen am 18.02.2026
Physical Description:Online Resource
ISSN:2509-3444