Intravitreale Injektionen: Nachhaltigkeit durch Reduktion von Klinikabfall = Intravitreal injections : improving sustainability by reducing clinical waste

Hintergrund: Intravitreale Injektionen sind eine der häufigsten augenärztlichen Interventionen, mit geschätzt über 1 Mio. jährlichen Eingriffen in Deutschland. Ziel der Arbeit war eine Quantifizierung des Abfalls und des CO2-Fußabdrucks durch die Verwendung von Einmalinjektionssets sowie eine E...

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Main Authors: Birtel, Johannes (Author) , Hammer, Maximilian (Author) , Feltgen, Nicolas (Author) , Pauleikhoff, Laurenz (Author) , Ong, Ariel Yuhan (Author) , Geerling, Gerd (Author) , Spitzer, Martin S. (Author) , Issa, Peter Charbel (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 04. April 2024
In: Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde
Year: 2024, Volume: 241, Issue: 10, Pages: 1156-1162
ISSN:1439-3999
DOI:10.1055/a-2184-9492
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2184-9492
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2184-9492
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Author Notes:Johannes Birtel, Maximilian Hammer, Nicolas Feltgen, Laurenz Pauleikhoff, Ariel Yuhan Ong, Gerd Geerling, Martin S. Spitzer, Peter Charbel Issa
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Summary:Hintergrund: Intravitreale Injektionen sind eine der häufigsten augenärztlichen Interventionen, mit geschätzt über 1 Mio. jährlichen Eingriffen in Deutschland. Ziel der Arbeit war eine Quantifizierung des Abfalls und des CO2-Fußabdrucks durch die Verwendung von Einmalinjektionssets sowie eine Evaluierung des möglichen Einsparpotenzials. Material und Methoden: Der Abfall und damit einhergehende CO2-Emissionen von standardmäßig verwendeten Einweginjektionssets wurde an operativen Zentren in Deutschland (n = 6) und Großbritannien (n = 2) untersucht. Intravitreale Injektionen mit minimiertem Materialverbrauch wurden evaluiert. Ergebnisse: Das Durchschnittsgewicht der Injektionssets und der hierdurch verursachte Müll betrug 165 g. Die Injektionssets bestanden durchschnittlich zu 145 g (88%) aus Plastik; 2,1 g (1,3%) aus Metall; 4,3 g (2,6%) aus Papier und 12,9 g (7,8%) aus Gaze/Tupfer. Bei 1 Mio. Injektionen entspricht dies 145,2 t Plastik, 2,1 t Metall, 4,3 t Papier und 12,9 t Gaze/Tupfer. Die Herstellung dieser Injektionssets entspricht extrapoliert einem CO2-Äquivalent von 752,6 t, die Verbrennung des entstehenden Mülls einem CO2-Äquivalent von 301,7 t. Mit einem materialsparenden Vorgehen kann der Injektionsset-assoziierte Abfall um 99% reduziert und Injektionen sicher durchgeführt werden. Schlussfolgerung: Die materiellen Ressourcen und die CO2-Emissionen von intravitrealen Injektionen können durch ressourcensparende Injektionen minimiert werden.
Item Description:Gesehen am 20.08.2025
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-3999
DOI:10.1055/a-2184-9492