Der Einfluß molekularer Diagnostikverfahren auf die chirurgische Therapie maligner Erkrankungen

Molekularbiologische Methoden haben in den letzten Jahren die Voraussetzungen für grundsätzliche neue Ansätze in der onkologischen Diagnostik geschaffen. Die Anlage für hereditäre Krebserkrankungen kann auf molekularer Ebene schon in der Keimbahn nachgewiesen werden und ermöglicht die operativ...

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Main Authors: Knebel Doeberitz, Magnus von (Author) , Gebert, Johannes (Author) , Herfarth, Christian (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: October 1996
In: Der Chirurg
Year: 1996, Volume: 67, Issue: 10, Pages: 967-979
ISSN:1433-0385
DOI:10.1007/PL00002514
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/PL00002514
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Author Notes:M. Knebel Doeberitz, J. Gebert, C. Herfarth
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Summary:Molekularbiologische Methoden haben in den letzten Jahren die Voraussetzungen für grundsätzliche neue Ansätze in der onkologischen Diagnostik geschaffen. Die Anlage für hereditäre Krebserkrankungen kann auf molekularer Ebene schon in der Keimbahn nachgewiesen werden und ermöglicht die operative Entfernung bestimmter Organe bei betroffenen Personen noch bevor ein Tumor aufgetreten ist. Einige präneoplastische Läsionen können durch den Nachweis spezifischer molekulargenetischer Veränderungen mit hoher Sensitivität erfaßt werden. Residuale Tumorzellen können an Absetzungsrändern, locoregionären Lymphknoten, dem Knochenmark oder im peripheren Blut mit hoher Sensitivität erfaßt werden. Es zeichnet sich ab, daß diese Verfahren sowohl für neue Krebsfrüherkennungsprogramme als auch für die Indikation zu adjuvanten locoregionären oder systemischen Therapieverfahren bedeutende Konsequenzen haben werden. Dennoch ist bisher für keines dieser Verfahren die klinische Aussagekraft in kontrollierten Studien gezeigt worden. Probleme der Reproduzierbarkeit und der Qualitätssicherung müssen bei diesen sehr sensitiven Verfahren frühzeitig adressiert und gelöst werden. Ziel dieser Übersicht ist es, die Grundlagen einiger dieser neuen Verfahren zu erläutern, um so eine kritische Bewertung ihrer klinischen Aussagekraft zu erleichtern.
Item Description:Gesehen am 02.09.2025
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0385
DOI:10.1007/PL00002514