Warum luxiert eine Hüft-TEP?: Diagnostik und Management

Hintergrund: Luxationen stellen eine der führenden Komplikationen und den häufigsten Grund für eine frühe operative Revision primärer Hüfttotalendoprothesen (Hüft-TEP) dar. Dabei spielen patienten-, implantat- als auch eingriffsbezogene Faktoren durch die Störung der Weichteilspannung und/od...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Authors: Trefzer, Raphael (Author) , Reichel, Franz (Author) , Hariri, Mustafa (Author) , Nees, Timo A. (Author) , Reiner, Tobias (Author) , Spranz, David Maximilian (Author) , Walker, Tilman (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 31. Mai 2025
In: Die Orthopädie
Year: 2025, Volume: 54, Issue: 7, Pages: 506-512
ISSN:2731-7153
DOI:10.1007/s00132-025-04662-3
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00132-025-04662-3
Get full text
Author Notes:Raphael Trefzer, Franz Reichel, Mustafa Hariri, Timo Nees, Tobias Reiner, David Spranz, Tilman Walker
Description
Summary:Hintergrund: Luxationen stellen eine der führenden Komplikationen und den häufigsten Grund für eine frühe operative Revision primärer Hüfttotalendoprothesen (Hüft-TEP) dar. Dabei spielen patienten-, implantat- als auch eingriffsbezogene Faktoren durch die Störung der Weichteilspannung und/oder des impingementfreien Gelenkspiels eine ursächliche Rolle. Einflussfaktoren: Patientenbezogene Faktoren wie neurologische Grunderkrankungen oder eine reduzierte spinopelvine Mobilität sollten vom Operateur bei der Implantatwahl und der Versorgungsstrategie berücksichtigt werden. Zudem bieten marktzugelassene Implantate sowohl in der Primär- als auch der Revisionssituation ein breit gestuftes Spektrum an Maßnahmen zur Prävention einer Luxation. Primär sollte jedoch die adäquate und präzise Implantatpositionierung unter Berücksichtigung der patienteneigenen Gelenkrekonstruktion an erster Stelle stehen. Therapie: Während tripolare Pfannensysteme sowohl bei der Primärversorgung bestimmter Patientengruppen sowie insbesondere in der Revision zum Einsatz kommen, sollten „constrained liner“ erst als Rückzugsstrategie im Ausnahmefall gewählt werden. Das Auftreten einer Hüft-TEP-Luxation stellt immer einen medizinischen Notfall mit obligater nativradiologischer Diagnostik dar und muss eine möglichst zeitnahe Reposition nach sich ziehen. Im Verlauf sollte eine computertomographische Bildgebung zum Ausschluss einer Malpositionierung oder Lockerung des Implantats erfolgen. Rezidivluxationen benötigen meist eine operative Revision mit ursachenorientierter Strategie. Dieser Übersichtsartikel fasst ursächliche Faktoren und die Maßnahmen der Prävention einer Hüft-TEP-Instabilität als auch den Behandlungsalgorithmus beim Auftreten einer Luxation zusammen.
Item Description:Online publiziert: 31. Mai 2025
Gesehen am 11.09.2025
Physical Description:Online Resource
ISSN:2731-7153
DOI:10.1007/s00132-025-04662-3