Oligometastasiertes Lungenkarzinom

Das oligometastasierte (OM) nichtkleinzellige Lungenkarzinom („non-small cell lung cancer“, NSCLC) stellt eine Zwischenform zwischen lokal begrenztem und polytop metastasiertem Lungenkarzinom dar. Es ist durch eine limitierte Anzahl an Metastasen und die Möglichkeit einer lokal ablativen Therapie g...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: El-Shafie, Rami (VerfasserIn) , Eichhorn, Florian (VerfasserIn) , Winter, Hauke (VerfasserIn) , Nestle, Ursula (VerfasserIn) , Kemper, Marcel (VerfasserIn) , Bleckmann, Annalen (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 03 June 2025
In: Die Onkologie
Year: 2025, Jahrgang: 31, Heft: 7, Pages: 673-679
ISSN:2731-7234
DOI:10.1007/s00761-025-01736-x
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00761-025-01736-x
Volltext
Verfasserangaben:Rami A. El Shafie, Florian Eichhorn, Hauke Winter, Ursula Nestle, Marcel Kemper, Annalen Bleckmann
Beschreibung
Zusammenfassung:Das oligometastasierte (OM) nichtkleinzellige Lungenkarzinom („non-small cell lung cancer“, NSCLC) stellt eine Zwischenform zwischen lokal begrenztem und polytop metastasiertem Lungenkarzinom dar. Es ist durch eine limitierte Anzahl an Metastasen und die Möglichkeit einer lokal ablativen Therapie gekennzeichnet. Fortschritte in der Bildgebung und molekularen Diagnostik ermöglichen eine präzisere Identifikation geeigneter Patienten. Grundlage der Behandlung ist ein multimodales Konzept, bestehend aus moderner Systemtherapie (z.B. Immun- und zielgerichtete Therapien) und lokal ablativen Verfahren wie Strahlentherapie oder Operation. Studien zeigen, dass insbesondere bei stabilem Verlauf nach Induktionssystemtherapie eine konsolidierende Lokaltherapie das progressionsfreie und potenziell auch das Gesamtüberleben verbessern kann. Die Wahl des optimalen lokaltherapeutischen Verfahrens richtet sich nach Lokalisation, Patientenzustand und interdisziplinärer Bewertung. Prognostisch günstig sind u.a. ein Adenokarzinom, metachrone Metastasierung und fehlender Lymphknotenbefall. Bei Hirnmetastasen bietet die stereotaktische Bestrahlung eine gut verträgliche Alternative zur Ganzhirnbestrahlung. In ausgewählten Fällen ist eine operative Entfernung weiterhin sinnvoll. Die Therapieentscheidung sollte stets im interdisziplinären Tumorboard erfolgen. Zukünftige Studien müssen die optimale Therapiesequenz und den Stellenwert der einzelnen Modalitäten weiter definieren.
Beschreibung:Gesehen am 15.09.2025
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2731-7234
DOI:10.1007/s00761-025-01736-x