Volumetrie des Bulbus olfactorius: ein Baustein in der Objektivierung von Störungen des Geruchssinns : Leitthema

Störungen des Geruchssinns sind ein häufiger Anlass für eine Begutachtung in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Insbesondere bei nicht eindeutigen Ergebnissen der subjektiven und/oder objektiven Olfaktometrie bedarf es zusätzlicher objektiver Befunde, um Störungen des Geruchssinns zu verifizieren....

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Main Authors: Keweloh, Stefanie (Author) , Nebel, Jörg-Michael (Author) , Overhoff, Daniel (Author) , Waldeck, Stephan (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: October 2025
In: HNO
Year: 2025, Volume: 73, Issue: 10, Pages: 682-689
ISSN:1433-0458
DOI:10.1007/s00106-025-01650-z
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00106-025-01650-z
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Author Notes:Stefanie Keweloh, Jörg-Michael Nebel, Daniel Overhoff, Stephan Waldeck
Description
Summary:Störungen des Geruchssinns sind ein häufiger Anlass für eine Begutachtung in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Insbesondere bei nicht eindeutigen Ergebnissen der subjektiven und/oder objektiven Olfaktometrie bedarf es zusätzlicher objektiver Befunde, um Störungen des Geruchssinns zu verifizieren. Anhand von Erfahrungen aus der Praxis und unter Berücksichtigung der aktuellen Literatur ist dieser Artikel als eine Hilfestellung bei der Anfertigung radiologischer Zusatzgutachten zu verstehen. Dabei soll die Bedeutung einer umfassenden aktuellen Standardbildgebung einschließlich einer Bulbusvolumetrie in Zusammenschau mit einer ausführlichen Anamnese und ggf. vorhandenen Vorbefunden betont werden. Neben der Dokumentation von Veränderungen der anatomisch am Geruchssinn beteiligten Strukturen, welche die beklagten Störungen des Geruchssinns stützen, kann durch spezielle neuroradiologische Untersuchungssequenzen zur Darstellung des Bulbus olfactorius, inklusive einer volumetrischen Messung desselben, ein objektiver Bestandteil für die Beurteilung von manchmal nur subjektiv vorhandenen Störungen des Geruchssinns gewonnen werden. Da im Großteil der Fälle keine valide Vergleichsvolumetrie aus einer möglicherweise vorhandenen Vorbildgebung ableitbar ist, ist ein Vergleich mit in Studien ermittelten Vergleichswerten des Bulbus olfactorius für die jeweilige vermutete Ätiologie und das Ausmaß der mittels Olfaktometrie ermittelten/beklagten Störung die einzige Möglichkeit, das Volumen des Bulbus olfactorius in eine annähernd objektive Beziehung zur beklagten oder/und mittels Olfaktometrie ermittelten Funktion des Geruchssinns zu setzen.
Item Description:Online publiziert: 4. September 2025
Gesehen am 18.11.2025
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0458
DOI:10.1007/s00106-025-01650-z