Subkutaner Defibrillator (S-ICD): Schwerpunkt
Die Defibrillatortherapie muss leitlinienkonform erfolgen und zuverlässig vor dem plötzlichen Herztod schützen, während gleichzeitig alle Komplikationen minimiert werden. Der subkutane implantierbare Kardioverter-Defibrillator (S-ICD) vermeidet als komplett extrathorakales System intrakardiale E...
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| Main Authors: | , , , , , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
07 October 2025
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| In: |
Herz
Year: 2025, Volume: 50, Pages: 427-437 |
| ISSN: | 1615-6692 |
| DOI: | 10.1007/s00059-025-05344-8 |
| Online Access: | Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00059-025-05344-8 |
| Author Notes: | Jürgen Kuschyk, Fabian Fastenrath, Katherine Sattler, Ibrahim Akin, Daniel Duerschmied, Boris Rudic |
| Summary: | Die Defibrillatortherapie muss leitlinienkonform erfolgen und zuverlässig vor dem plötzlichen Herztod schützen, während gleichzeitig alle Komplikationen minimiert werden. Der subkutane implantierbare Kardioverter-Defibrillator (S-ICD) vermeidet als komplett extrathorakales System intrakardiale Elektroden und reduziert damit prozedurale, elektrodenassoziierte Komplikationen und systemische Infektionen. Die Evidenz (>5000 Teilnehmende in randomisierten Studien und Registern) demonstriert eine etwa 98%ige Schockeffektivität und niedrige Komplikationsraten. Die PRAETORIAN-Studie belegt die Nichtunterlegenheit gegenüber dem transvenösen Defibrillator (TV-ICD); Langzeit- und Sekundäranalysen dokumentieren weniger schwerwiegende und insbesondere elektrodenassoziierte Komplikationen unter der S‑ICD-Therapie. Studienergebnisse aus UNTOUCHED, EFFORTLESS und PAS bestätigen Schockeffektivität und Sicherheitsprofil im klinischen Alltag; ATLAS zeigt bei jüngeren Patientinnen und Patienten signifikant weniger perioperative elektrodenassoziierte Komplikationen. Die Prozedur ist heute standardisiert („best practices“: präoperatives Vektorscreening, Zweischnitttechnik, inter-/submuskuläre Tasche, Dual-zone-Programmierung mit Morphologie‑/Hochpassfiltern). Bei fehlendem Bedarf an Brady-Pacing, kardialer Resynchronisationstherapie (CRT) oder antitachykardem Pacing (ATP) sollte der S‑ICD im klinischen Alltag eine regelhafte Option sein, insbesondere bei jüngeren, infektgefährdeten oder venös limitierten Betroffenen sowie bei hereditären Arrhythmiesyndromen. |
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| Item Description: | Gesehen am 15.01.2026 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1615-6692 |
| DOI: | 10.1007/s00059-025-05344-8 |